Helene Hegemanns “Axolotl Roadkill” wird vom Feuilleton überfahren

19.02.2010

Zuerst wurden Lobeshymnen auf sie und ihren Debütroman geschrieben. Dann wurde Hegemann selbst zum "roadkill" des deutschen Feuilletons. ZEIT-Literaturkritikerin Iris Radisch findet das überzogen.

Plagiat! schreit das Feuilleton und verteufelt Helene Hegemann. Foto: Jens Schlueter (ddp)

Als literarisches Fräuleinwunder, wurden Lobeshymnen auf sie geschrieben. Mit ihrem Debütroman„Axolotl-Roadkill“ wurde die 18-jährige Helene Hegemann in diesem Jahr sogar für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Bald danach fiel sie jedoch in Ungnade. Es kam heraus, dass sie sich für ihr Buch aus verschiedenen Quellen bedient hatte. Nach dieser Nachricht fiel das deutsche Feuilleton regelrecht über sie her. In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT reagiert die Literaturkritikerin Iris Radisch auf den Schlagabtausch. Ja, sie stellt sich sogar schützend vor die junge Autorin.

Warum, erklärt Iris Radisch bei detektor.fm im Interview: