Hirntod: Wann ist ein Mensch tot?

05.06.2013

Früher ist es einfach gewesen: Wenn ein Herz aufhört zu schlagen, ist der Mensch tot. Heute gibt es technische Geräte, die ein Leben verlängern können. Dadurch verwischt die Grenze zwischen Tod und Leben. In Europa herrscht über diese Grenze Uneinigkeit.

Hört das Herz auf zu schlagen, ist ein Mensch tot. Doch was, wenn der Herzschlag künstlich am Leben erhalten wird? Foto: © PublicDomainPictures/ pixabay.com

ist Anästhesist am »Klinikum rechts der Isar« in München.Jürgen Schneiderist Anästhesist am »Klinikum rechts der Isar« in München. 

Wann ist ein Mensch tot? Wenn sein Herz nicht mehr schlägt? Oder sein Gehirn nicht mehr reagiert? Weltweit sind die Regelungen zur Feststellung des Hirntods sehr unterschiedlich.

Bei der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Anästhesiologie in Barcelona haben Ärzte nun über eine internationale Vereinheitlichung beraten.

Mit dem Anästhesisten Jürgen Schneider vom Klinikum rechts der Isar der TU München haben wir über die aktuellen Vorschriften in Deutschland gesprochen und über eine mögliche Angleichung der Regelung in Europa.

Dieses Hirntod-Konzept ist ein Produkt der Intensivmedizin. – Jürgen Schneider, Anästhesist