HIV-Tests für zu Hause – eine echte Alternative?

04.04.2013

Obwohl Gesundheitsämter HIV-Tests kostenlos und anonym anbieten, wissen Betroffene oft nichts von ihrer Erkrankung. Eine Studie ergab nun: HIV-Selbsttests für zuhause könnten das ändern. Doch in Deutschland ist man skeptisch. Warum?

HIV-Selbsttests als Alternative zu aufwändigen Laboruntersuchungen? Foto: © Marcus Brandt/dapd

Trotz hoher Gesundheitsstandards in Deutschland kommt es pro Jahr immer noch zu etwa 3000 Neuinfektionen mit HIV. Oft wissen die Betroffenen selbst nichts von ihrer Krankheit. So kommt es immer wieder ungewollt zur Übertragung auf andere Personen.

hofft ein umdenken in der Drogenpolitik.Holger Wicht bleibt skeptisch gegenüber HIV-Selbsttests.  

Seit einiger Zeit gibt es jedoch sogenannte Selbsttests, die innerhalb weniger Minuten anzeigen, ob man sich mit den Immunschwäche-Viren infiziert hat. Schon ein Tropfen Blut oder eine Speichelprobe reichen hierfür aus.

Verschiedene Studien haben die Praxistauglichkeit dieser Selbsttests untersucht. Ihr Ergebnis: Die Heimtests sind zuverlässig – und könnten die Verbreitung der Immunschwächekrankheit durchaus eindämmen.

Experten äußern sich unterdessen sehr skeptisch zur Einführung der HIV-Selbsttests.

Was der Grund für diese Skepsis ist und warum die Tests in Deutschland noch immer nicht in Apotheken erhältlich sind, darüber haben wir mit Holger Wicht von der Deutschen AIDS-Hilfe gesprochen.

Wir brauchen Testangebote, wo die Leute hingehen können, sich dort wohlfühlen, sicher fühlen, das auch sind und dann dort auch über ihre Ängste sprechen können und eine gute Beratung zum Thema HIV bekommen. (Holger Wicht)