Hochschulen und die Exzellenz

03.03.2011

Heute wurde verkündet, welche Hochschule im Rennen um die Exzellenzinitiative bleiben. Es geht um Millionen. Doch die Initiative birgt nicht nur gutes - ein kritisches Gespräch.

Eine Auszeichnung zur Eliteuniversität ist Aushängeschild - aber der Lehre hilft sie nicht. / Foto: Jens-Ulrich Koch (dadp)

Zur „Elite“ gehören wollen sie momentan alle: die deutschen Hochschulen hoffen auf eine Förderung aus der Exzellenzinitiative. 2006 wurden bereits neun Hochschulen als „exzellent“ ausgezeichnet – heute wurden die sieben Universitäten bekannt gegeben, die sich für die Endrunde der sogenannten Exzellenzinitiative qualifiziert haben.

Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: die  Exzellenzinitiative trifft nicht bei allen auf Gegenliebe. Manche gar sehen in ihr einen einschneidenden Paradigmenwechsel – und das Ende eines jahrhundertealten Systems der Forschungsförderung. Einer der Kritiker der Initiative ist Torsten Bultmann, der politische Geschäftsführer des Bundes demokratischer Wissenschaftler. Die Gelder wären ungerecht verteilt, da nicht die Forscher selbst, sondern die Universitäten die Förderung beantragen – und man auf Hochglanz-Marken und Image und nicht auf Qualität und Inhalt setze. Was er sonst noch bemängelt, darüber sprechen wir im Interview.