Hochwasser: Natürliche Auen schützen vor Schäden

03.06.2013

Die Hochwasserlage in Deutschland entspannt sich immer noch nicht. Viele deutsche Städte werden evakuiert und der Wasserpegel steigt weiter. Um künftige Katastrophen einzudämmen, brauchen die Flüsse nach Ansicht von Forschern mehr Platz.

So sah es in der Dresdener Innenstadt während des Elbe-Hochwassers 2002 aus. Foto: © photura/ flickr.com

ist Auenökologe und Leiter des WWF-Auen-Instituts am Karlsruher Institut für Technologie.Emil Disterist Auenökologe und Leiter des WWF-Auen-Instituts am Karlsruher Institut für Technologie. 

In Passau ist das Wasser der Donau über die höchste jemals gemessene Markierung gestiegen. Die Markierung stammt von 1501. Und das Wasser könnte noch weiter steigen.

Auch im Osten Deutschlands ist die Lage kritisch. Unsere Nachbarn in Tschechien haben sogar den Notstand ausgerufen.

Viele Hochwasser in den letzten Jahren

In den letzten Jahren sind die großen Flüsse Rhein, Oder, Donau und Elbe sehr häufig und sehr stark über ihre Ufer getreten. Ein Grund dafür sind auch die weniger werdenden Flussauen, die einen natürlichen Hochwasserschutz bieten.

Kann die Renaturierung von Flussläufen gegen die häufigen Hochwasserschäden helfen? Wir haben mit dem Auenökologe Professor Emil Dister vom WWF-Auen-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie über die Funktion von Flussauen und den ökologischen Hochwasserschutz gesprochen.

Wenn Niederschläge so konzentriert wie jetzt in Südostbayern fallen, ist natürlich auch die Kapazität der Aue erschöpft. – Emil Dister, Auenökologe