Homophobie im Fußball – Sind die Fans das Problem?

09.01.2014

Thomas Hitzlsperger wirft die Frage neu auf: Wer ist schuld daran, dass Homophobie nicht überwunden werden kann? Die Fans mit ihren Sprüchen und Aggressionen? Die Spieler, weil sie es nicht anders vorleben? Die Verbände, weil sie aus falscher Rücksicht heraus agieren? Ein Interview mit der Initiative »Fußballfans gegen Homophobie«.

Fußballstadien sind manchmal auch ein Ort für ungezügelte Emotionen. Gehört die Diskriminierung von Homosexuellen selbstverständlich dazu? Bild: Jon Candy / flickr.com

hat die Initiative «Fußballfans gegen Homophobie» mitgegründet.Torsten Sieberthat die Initiative «Fußballfans gegen Homophobie» mitgegründet. 

Über das Coming-out von Thomas Hitzlsperger berichtet heute jedes Medium in Deutschland. Schon das zeigt, dass Homosexualität im Fußball eben keine Selbstverständlichkeit ist.

Einige Experten, wie der ehemalige Trainer Eduard Geyer oder der DFB-Berater Gunther Pilz, sehen den Grund dafür nicht zuletzt auf den Rängen. Pöbelnde Zuschauer seien die größte Gefahr für offen homosexuelle Fußballer.

Torsten Siebert, der die Initiative Fußballfans gegen Homophobie mitgegründet hat, findet das zu einfach gedacht.

Er berichtet im Interview von der Arbeit der Initiative und seinen Erfahrungen mit homophoben Äußerungen im Stadion.


Dass im Fußball ankommt, dass Schwule ganz normale Menschen sind, ist mit einem Coming-out von Thomas Hitzlsperger sicherlich nicht getan. – Torsten Siebert