Im Chefsessel angekommen? Migranten in Deutschland

27.04.2010

Mit Aygül Özkan wurde heute in Niedersachsen die erste deutsche Ministerin mit türkischer Herkunft vereidigt. Doch wie typisch ist diese Personalie: Wie einfach oder schwer haben es Migranten in Deutschland heute, in Politik und Wirtschaft aufzsteigen?

Aygül Özkan ist seit heute Ministerin in Niedersachsen - und damit die erste deutsche Ministerin mit türkischer Herkunft. / © Nigel Treblin (ddp)

Experte für Arbeits- und Organisationspsychologie vom Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück.Prof. Siegfried GreifExperte für Arbeits- und Organisationspsychologie vom Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück.
 

Deutschland hat seine erste Ministerin mit türkischer Herkunft. In Niedersachsen wird sie heute vereidigt: Aygül Özkan ist dort künftig die Ministerin für Familie, Soziales und Integration. Das scheint so eine Besonderheit zu sein, dass jede Zeitung und jede Nachrichtensendung heute voll davon ist. Doch wie repräsentativ ist diese Personalie? Wie leicht oder schwer haben es Migranten inzwischen in Deutschland, in Politik und Wirtschaft aufzusteigen? Das fragen wir jetzt Prof. Siegfried Greif, der sich am Institut für Migrationsforschung der Uni Osnabrück mit beruflichen Biographien, Erwerbslosigkeit von Migranten und interkultureller Kompetenz beschäftigt. Ihn haben wir gefragt, wie überfällig dieser Schritt war, wie leicht oder schwer der Aufstieg für Migranten inzwischen ist und wie gut die deutsche Wirtschaft das Fachkräftepotenzial ausnutzt.