Immer neue Misshandlungsfälle – Kein Zufall

10.03.2010

Medien stellen häufig ein Thema in den Mittelpunkt. Manchmal schlägt es dann Wellen. Zum Beispiel bei den Misshandlungen in Schulen, von denen jetzt immer mehr bekannt werden.

Das Musische Internat der Limburger Domsingknaben. Foto: Martin Öser/ddp.

„Die Medien berichten und dann kommt der Stein ins Rollen.“

Es ist schon verwunderlich: Heute waren es zwei Kinderheime und eine katholische Schule in Hessen, zuvor sind bei verschiedenen anderen Einrichtungen Misshandlungen an Kindern bekannt geworden. Warum tauchen diese Geschichten genau jetzt auf? Das geschieht nicht zufällig, glaubt der Medienpsychologe Ludwig Issing. Er forscht an der Freien Universität Berlin. detektor.fm sprach mit ihm über Medieneffekte und verantwortungsvolle Berichterstattung.

Professor Ludwig Issing ist Medienpsychologe an der Freien Universität Berlin.Ludwig IssingProfessor Ludwig Issing ist Medienpsychologe an der Freien Universität Berlin. 

„Es geht meistens um einen Tabubruch. Wir hatten das auch bei Homosexualität, Abtreibung, Amokläufen.“

„Medien müssen ein Forum bieten, um das Thema zu diskutieren. Dann muss eine Lösung gefunden werden: Wie sollen wir nun mit der Sache umgehen?“