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Inder pilgern zur größten Versammlung der Welt

In diesen Tagen strömen Millionen Pilger zur Maha Kumb Mela in die nordindische Stadt Allahabad. Im Ganges reinigen sie sich von ihren Sünden. Ein religiöses Massenspektakel und zugleich eine riesige logistische Herausforderung.

Allahabad, eine Stadt im Norden Indiens, ist verglichen mit anderen indischen Städten klein. Mit rund einer Million Einwohnern ist sie in dem riesigen Land relativ bedeutungslos – wenn nicht gerade die Maha Kumbh Mela stattfindet.

Massenveranstaltung zur Reinigung von Sünden

Divyaraj Amiya - Er ist Dozent für moderne Südasienkunde und Hindi an der Universität in Tübingen.

Er ist Dozent für moderne Südasienkunde und Hindi an der Universität in Tübingen.
Divyaraj Amiya

Die Maha Kumbh Mela ist die größte Versammlung der Welt. Alle zwölf Jahre strömen Millionen Pilgernde nach Allahabad. In diesem Jahr werden dort insgesamt mehr als 100 Millionen Besucher während des 55-tägigen Festivals erwartet. Logistisch ist das eine  Herausforderung.

In diesem Jahr kam es bereits zu einer Massenpanik, bei der 36 Menschen ums Leben gekommen sind.

Die Pilger reinigen sich bei dem Fest im Zusammenfluss der Flüsse Ganges und Yamuna von ihren Sünden. Alle zwölf Jahre wird dort nach dem hinduistischen Glauben ein Nektar der Unsterblichkeit freigesetzt. Das passiert dann, wenn Jupiter, Sonne und Mond in einer bestimmten Konstellation zueinander stehen.

Über das größte Pilgerfest der Welt haben wir mit Divyaraj Amiya gesprochen. Er ist Dozent für moderne Südasienkunde und Hindi an der Universität Tübingen.