Inszeniertes Marketing – Was darf Werbung heutzutage?

06.02.2013

Der Keks-Diebstahl in Hannover, das große Fragezeichen um "Roche & Böhmermann", die Aktionen von Schlagerstar "Heino" - nicht wenige vermuten hinter all dem schieres PR-Kalkül. Und fragen: darf Werbung so inszeniert lügen?

Ist der Streit hinter den Kulissen von “Roche & Böhmermann” nur ein gut gemachter PR-Gag? / Foto: © Hermann J. Knippertz/dapd

Es ist eines der bestimmenden Themen in der letzten Woche gewesen – der Diebstahl eines goldenen Kekses in Hannover. Nun ist das vom „Krümelmonster“-Dieb entwendete Stück wieder aufgetaucht – sehr zur Freude der Herstellerfirma Bahlsen.

Keks-Diebstahl als PR-Maßnahme?

Diese dürfte sich allerdings auch während der vermeintlichen Entführung über den Medienrummel gefreut haben, stand die Firma so doch für mehrere Tage in den Schlagzeilen. Schnell hat es daher mehrere Stimmen gegeben, die hinter der gesamten Aktion eine PR-Maßnahme vermutet haben – auch oder gerade weil Bahlsen das stets leugnete.

Sprecher des Deutschen Werberats.Volker NickelSprecher des Deutschen Werberats. 

Ist der Streit nur inszeniert?

Und auch ein weiteres Thema wird momentan speziell im Netz heiß diskutiert. Denn nachdem das ZDF das Aus der Talkshow „Roche & Böhmermann“ verkündet hatte, mehren sich auch hier Stimmen, die in dem angeblichen Streit der Beteiligten eine gut kalkulierte Werbeaktion sehen.

Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Was darf PR heutzutage – und wie ehrlich muss man mit dem Konsumenten umgehen? Darüber haben wir mit Volker Nickel vom Deutschen Werberat gesprochen.

Moral ist zusätzlich zu Gesetzen erforderlich. – Volker Nickel