Intimchirurgie: Einblicke in ein (noch?) unbekanntes Feld

08.03.2013

Die Zahl der ästhetischen Eingriffe im Genitalbereich steigt an. Ob diese Operationen medizinisch notwendig sind und warum er sich gegen den Ausdruck "Vagina-Designer" wehrt, erklärt der Arzt Marwan Nuwayhid im Interview.

Die Intimchirurgie könnte so normal werden wie das Facelifting, sagt der Arzt Marwan Nuwayhid. Foto: Patrik Stollarz/ dapd

Erst rasiert, dann frustriert

Kein Teil der menschlichen Identität ist so durch die Außenwahrnehmung geprägt, wie der Körper. Nach Schönheit und Perfektion trachten wir eigentlich fast alle.

Vorstandvorsitzender und Präsident der «Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirugie Deutschland».Marwan NuwayhidVorstandvorsitzender und Präsident der «Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirugie Deutschland». 

So lange es den Menschen gibt, verschönert er seinen Körper – heutzutage auch immer häufiger durch plastische Chirurgie.

Bislang wünschten die Patienten sich meist ein pralles Dekolleté, weniger Bauchfett oder einen strafferen Hintern. Doch seit einigen Jahren geht der Trend in eine ganz andere Richtung.

Denn nackte Tatsachen in Film und Fernsehen haben den Blick auf den Intimbereich gelenkt  – und der ist mittlerweie fast immer rasiert. Mit lichtbringenden Folgen: kein Haar versperrt die Sicht auf zu große Schamlippen oder einen zu kleinen Penis.

Lobby für Intimchirurgen

Mittlerweile ist die Imtimchirurgie so gefragt, dass sich vor einem Jahr in Leipzig die Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie Deutschland gegründet hat. Der Vorstandsvorsitzende und Präsident der Gesellschaft Marwan Nuwayhid spricht bei uns im Studio über Nachfrage und Wahrnehmung von Intimoperationen.

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