Jo Groebel über Leo Kirch: “Er hat das Privatfernsehen in Deutschland maßgeblich geprägt.”

14.07.2011

Leo Kirch ist tot. Der Medienunternehmer verstarb am heutigen Vormittag in München im Kreis seiner Familie im Alter von 84 Jahren.

Leo Kirch neben seinem Freund und Weggefährten Helmut Kohl. © Marcus Brandt/ dapd

Er ist Medienpsychologe und Medienexperte. Foto: deutsches-digital-institut.deJo Groebel.Er ist Medienpsychologe und Medienexperte. Foto: deutsches-digital-institut.de 

Leo Kirch baute eines eines der größten Medienunternehmen Europas auf, beschäftigte zwischenzeitlich knapp 10.000 Menschen.  Vor rund 20 Jahren versuchte er gemeinsam mit Bertelsmann, Bezahlfernsehen in Deutschland zu etablieren. Damit scheiterte er jedoch. 2002 folgte die Insolvenz. Bis zu seinem Tod lag er in einem Rechtsstreit mit dem ehemaligen Sprecher und Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, Rolf Breuer.

Kirch machte ihn persönlich für das Scheitern seines Unternehmens mit verantwortlich. Vor wenigen Jahren versuchte Kirch einen Neustart mit der Vermarktung der Bundesligarechte, doch dieser Plan misslang. Was war Leo Kirch für ein Mensch und welchen Einfluss hatte er insgesamt für das deutsche Fernsehen?

Fragen an Jo Groebel. Er ist Medienpsychologe, Experte für Medienfragen und Präsident des Deutschen Digital Instituts in Berlin. Für detektor.fm schätzt er das Leben und Wirken von Leo Kirch ein.