Jochen Gaues – Ein Bäcker für den Bundespräsidenten

23.12.2011

Er ist der beste Bäcker Deutschlands und beliefert die Spitzenköche, sowie die Prominenz der Republik. Jochen Gaues versteht noch etwas von seinem Handwerk. Hier ist nichts industriell, sondern alles noch gute alte Handarbeit. Ein Portrait von Johanna Kutsche.

Backen nach traditioneller Art und Weise ist in Zeiten von Fabrikbäckereien eher selten. Foto: © Dieter Schütz/pixelio.de

Als die französische Küche zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, horchten die deutschen Bäcker auf. Kein Land der Erde hat so viele Brotsorten wie Deutschland und wenn Deutsche im Ausland sind, vermissen sie ihr Brot am meisten. Eine Initiative von Bäckern setzte sich prompt dafür ein, das deutsche Brot zum Weltkulturerbe zu erklären.

Es bleibt zu hoffen, dass die Initiative schnell Erfolg hat, denn das traditionelle Bäckerhandwerk hat in Deutschland zunehmend einen schwierigen Stand. Die Fabrikbäckereien sind auf dem Vormarsch und es finden sich immer weniger Bäckerlehrlinge. Frühes Aufstehen und die Schichtarbeit schrecken viele davon ab Bäcker zu werden. Dabei kann man es mit gutem Brot (und ein wenig Extrovertiertheit) sogar zum Promibäcker bringen.

So wie Jochen Gaues. Er beliefert viele Sterneköche und Prominente in Deutschland, nicht zuletzt den Bundespräsidenten Christian Wulff. Für Jochen Gaues zählt dabei einzig und allein das Handwerk. Johanna Kutsche hat den Hannoveraner in seiner Backstube besucht.