Jüdisches Museum Berlin: Die Jüdin in der Vitrine

04.04.2013

Die Ausstellung "Die ganze Wahrheit...was Sie schon immer über Juden wissen wollten" sorgt momentan für Diskussionen. Darf man das Judentum so darstellen? Sitzen doch Juden in Vitrinen und werden von Besuchern wie Ausstellungsstücke angeschaut. Wir haben mit einer Teilnehmerin dieses Experiments gesprochen.

Olga Mannheimer als lebendiges Ausstellungsstück. Foto: © Ernst Fessler

Statt einer antiken Vase sitzt ein Mensch in der Vitrine. Das Gefühl, ausgestellt zu sein, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, kennen viele Juden. Für das Jüdische Museum Berlin war das der Grund, dieses besondere Exponat in die Ausstellung aufzunehmen.

Die Sonderausstellung „Die ganze Wahrheit…was Sie schon immer über Juden wissen wollten“ will sich den Fragen der Besucher an das Judentum und an Juden selbst stellen, ohne allgemein gültige Antworten zu geben.

Bis 1. September ist die Sonderaustellung noch geöffnet. Und der Aufruf an „alle, die sich jüdisch fühlen“, einen Tag in der Vitrine Platz zu nehmen, findet regen Anklang. Bis Mai sind bereits alle Termine belegt.

Die jüdische Journalistin Olga Mannheimerspricht mit detektor.fm über ihre Erfahrungen als lebendiges Ausstellungsstück.