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Kindermund tut “Babo” kund: Das Jugendwort des Jahres

„Babo“ hat „Fame“ und „In your face“ hinter sich gelassen. Es ist laut Langenscheidt-Verlag das „Jugendwort des Jahres 2013“ – und hat kurdisch-türkische Wurzeln. Ein Zeichen gelungener Integration?

Bisher wussten nur einige Eingeweihte, wer der „Babo“ ist. Rapper Haftbefehl hatte das Wort in der Hip Hop-Szene salonfähig gemacht.

Babo – der Boss

Jetzt weiß es auch der Rest der Republik. Der Langenscheidt-Verlag hat „Babo“ zum „Jugendwort des Jahres“ gekürt. Damit folgt es auf „Swag“ (2011) und „YOLO“ (2012), zwei Wörtern aus dem Englischen. „Babo“ kommt aus dem Kurdischen und Türkischen und bedeutet soviel wie Boss oder Chef.

Zeichen für Integration?

Heike Wiese  - forscht zum Thema Kiezdeutsch (Foto: Steffi Loos)

forscht zum Thema Kiezdeutsch (Foto: Steffi Loos)
Heike Wiese

Ist „Babo“ als „Jugendwort des Jahres“ ein Zeichen für Integration und interkulturelle Kommunikation? Und weiß die Jury von Langenscheidt wirklich, wie die Jugend redet?

Darüber haben wir mit Heike Wiese von der Universität Potsdam gesprochen. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und hat auch zu Jugendsprache geforscht.

Es wird viel stärker wahrgenommen, dass viele Jugendliche mehrere Sprachen verwenden. – Heike Wiese