Kino: “Almanya”, “Wer wenn nicht wir” und “Biutiful”

10.03.2011

Der Frühling steht vor der Tür, doch im Kino ist davon nichts zu merken. Zwei von drei Filmen, die unser Kinoexperte ausgewählt hat, sind ernst. Ob sie trotzdem gut sind, sagt er uns im Interview.

Auf dem Weg nach Deutschland Hüseyin Yilmaz und seine Familie in Almanya © Roxy Film

Den Anfang diese Woche macht die Komödie Almanya von Nesrin und Yasemin Samdereli. Die beiden Schwestern wirkten auch schon an der Serie Türkisch für Anfänger mit und widmen sich in diesem Film erneut dem Thema deutsch-türkischer Integration. Rückblickend erzählen sie die Geschichte von Hüseyin Yilmaz und seiner Familie. Hüseyin kam in den 60ern als 1.000.001ter Gastarbeiter nach Deutschland. Mittlerweile lebt die Familie in der dritten Generation in Almanya, doch einige der Familienmitglieder stecken trotzdem in einer handfesten Identitätskrise, denn ob sie nun Deutsche oder Türken sind, ist für Familie Yilmaz immer noch nicht hunderprozentig klar.

Ernst ist das Thema, das Regisseur Andres Veiel in seinem Spielfilmdebüt anschneidet. Der rennomierte Dokumentarfilmer widmet sich in Wer wenn nicht wir der Geschichte von Gudrun Ensslin und Bernward Vesper. Die beiden Heiraten, bekommen ein Kind, doch dann taucht auf einmal Andreas Baader auf. Veiels Film gewann auf der Berlinale Alfred-Bauer-Preis für besondere filmische Innovation.

Dritter Film diese Woche ist Biutiful. Der dreht sich um Uxbal, einen Kleinkriminellen aus Barcelona. Der ist todkrank, kann mit Toten kommunizieren und versucht alles, um seinen Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen. Biutiful ist der vierte Film des mexikanischen Regiestars Alejandro Gonzales Innaritu, der hier erstmals eine Geschichte linear erzählt.

Ob sich der Gang ins Kino lohnt, verrät uns unser Kinoexperte Andreas Kötzing im Gespräch.

Die Kinotipps der Woche - "Almanya", "Wer wenn nicht wir" & "Biutiful"


 

Trailer zu „Almanya“

Trailer zu „Wer wenn nicht wir“

Trailer zu „Biutiful“