Kino | „Bridget Jones‘ Baby“, „The Accountant“ und „Das kalte Herz“

Daumen hoch oder runter?

20.10.2016

Bridget hat mal wieder Probleme in der Liebe, "Das kalte Herz" wird verliehen und "The Accountant" tut sich in Gefühlsdingen schwer. Doch welcher Film konnte diese Woche Anna Wollners Herz gewinnen?

Bridget Jones Keine Schokolade zum Frühstück?

Eine Frau, mit ein paar Kilos zu viel, sitzt im roten Schlafanzug auf der Couch. Sie trinkt einen Wein zu viel und raucht dabei eine zu viel. Theatralisch singt und gestikuliert sie zu Celin Dions „All by my self“. So haben Fans Bridget Jones (gespielt von Rene Zellweger) kennen und lieben gelernt. Doch vom ersten Teil bis zum neuesten, dritten Film hat sich einiges verändert. Die Kultblondine mit der Liebe zu Süßigkeiten ist schlank geworden und scheint ihre Karriere endlich im Griff zu haben.

Männerprobleme hat sie dafür noch immer. Wie der Titel „Bridget Jones‘ Baby“ bereits verrät: Die Hauptfigur ist schwanger nur von wem? Dem etwas verstockten, aber liebenswerten Mark (Collin Firth) oder dem gutaussehenden Westentaschentherapeuten Jack (Patrick Dempsey)?  Die Antwort hat Regisseurin Sharon Maguire in zwei Stunden verpackt.

Es ist eine Fortsetzung, auf die die Welt nicht wirklich gewartet hat. – Anna Wollner

„The Accountant“ Der Buchhalter als Geldwäscher

In „The Accountant“ spielt Ben Affleck den unscheinbaren Buchhalter Christian Wolff. Obwohl es ihm an sozialen Fähigkeiten mangelt, hat er in seinem Beruf Erfolg. Als Buchhalter kümmert sich Wolff augenscheinlich um verarmte Farmer, denen er bei der Steuererklärung hilft aber  zu seinen Kunden zählen auch Mafia- und Drogenkartelle.

Als ihn die Steuerfahndung wegen Geldwäsche irgendwann selbst ins Visier nimmt und auch die Mafia beginnt, ihn zu jagen, nimmt er einen neuen Auftrag an: bei einem Robotik-Konzern, in dessen Umfeld plötzlich Menschen sterben. Zu allem Überfluss plagen Christian Wolff Flashbacks, die ihn in seine Kindheit zurückversetzen: denn Wolff leidet am Sperber Syndrom.

„Das kalte Herz“ Märchenverfilmung mit Kapitalismuskritik

Der Klassiker von Wilhelm Hauff ist von Regisseur Johannes Naber neu verfilmt worden. Frederick Lau spielt den mittellosen Köhler Peter, der im Kampf um seine große Liebe Lisbeth einen Pakt mit dem Teufel eingeht.

Für Peter scheint das Mädchen aus gutem Hause unerreichbar zu sein. Mit der Hilfe des magischen Glasmännchens wird er zum besten Tänzer des Dorfes und kann das Herz seiner Lisbeth erobern. Doch weil ihm das nicht reicht, geht er einen Pakt mit dem Holländer-Michel (Moritz Bleibtreu) ein ein teuflischer Pakt, der ihn sein Herz kostet. Fortan lebt Peter mit einem Stein in der Brust. Als Kinderbuch eines der gruseligsten, aber auch eindrücklichsten Bücher als Film auch?

Die drei besprochenen Filme haben eins gemeinsam: Keiner konnte unsere Kritikerin überzeugen. Warum, das verrät Anna Wollner in dieser Woche.

EsIch glaube, ich habe mich bei unserem Gespräch besser unterhalten, als beim Gucken der Filme.Anna Wollner,hat diese Woche kein Foto für Affleck, Zellweger und Lau. 

Die Trailer zu den Filmen