Kino | Eddie the Eagle, Im Himmel trägt man hohe Schuhe, 10 Cloverfield Lane

Hoch hinaus und einmal in den Gruselkeller

31.03.2016

Nach der großen Enttäuschung vor Ostern, stimmen die Kino-Neustarts dieser Woche unsere Kinofachfrau Anna Wollner wieder gnädig. Wie gruselig "10 Cloverfield Lane" wirklich ist, ob ein Film übers Skispringen wie "Eddie the Eagle" etwas taugt und wie viele Taschentücher man für "Im Himmel trägt man hohe Schuhe" einstecken sollte, verrät sie im Gespräch.

Eddie the Eagle: Skisprungfilm zum Wohlfühlen

Der Brite Michael Edwards hat schon immer einen großen Traum: Einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen. Wie, das ist ihm eigentlich egal. Denn von Judo bis Volleyball hat Edwards so einiges ausprobiert, bis es endlich 1988 mit Skispringen klappt. Gewonnen hat er nie. Sehenswert ist seine Geschichte trotzdem. So zeigt „Eddie the Eagle“ den absurden Werdegang von Michael Edward vom einfachen Maurer zum Skispringer. Eine Tragikomödie, bei der es Dank vieler absurder Momente ordentlich was zu Lachen gibt.

Dieser Film erzählt mit einer Leichtigkeit von diesem Werdegang von Eddie the Eagle, dass es einfach nur Spaß macht. Wo man ja weiß, dass er nicht gewinnt. – Anne Wollner, Kino-Kritikerin

Im Himmel trägt man hohe Schuhe: Taschentücher nicht vergessen

Die Deutschen haben es ja nicht so mit der Übersetzung englischsprachiger Filmtitel. Und so wird aus „Miss you already“ einfach mal „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“. Die Geschichte ist natürlich die gleiche: Jess und Milly sind seit der Schulzeit beste Freundinnen und obwohl sie unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben, teilen sie alles miteinander. Als Jess auch noch schwanger wird, könnte es für die beiden und ihre Familien nicht besser laufen. Doch dann erhält Milly die Diagnose: Brustkrebs.

Der Film kann sich nicht entscheiden, ob er eine Herzschmerzkomödie sein will oder eben ein ernstes Krebsdrama. – Anna Wollner

10 Cloverfield Lane: Ein klassischer J.J. Abrams

2008 hat der Produzent J.J. Abrams mit „Cloverfield“ einen riesigen Kassenerfolg abgeliefert. Nun folgt mit „10 Cloverfield Lane“ eine Fortsetzung, die sich allerdings nur in Ansätzen an der alten Handlung orientiert. Gänsehaut-Feeling verspricht sie aber trotzdem.

Es ist jetzt hier keine klassische Fortsetzung von Cloverfield, sondern eher ein blutsverwandter Film. Und ein blutsverwandter Film, der dir auch mal wieder das Blut in den Adern gefrieren lässt. – Anna Wollner

Egal ob „Eddie the Eagle“, „10 Cloverfield Lane“ oder „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“: detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer haben die Geschichten der Film-Neustarts irgendwie alle berührt. Ob es unserer Kino-Kritikerin Anna Wollner ähnlich geht, darüber hat Juliane Neubauer mit ihr diskutiert.

empfiehlt »Labor Day«Das schöne an dem Film ist einfach, dass Eddie nicht als Held inszeniert wird, aber auch nicht bloß gestellt wird, sondern einfach diese Geschichte erzählt.Anna Wollnerfindet die Geschichte von "Eddie the Eagle" herzzerreißend. 

Redaktion: Johanna Siegemund und Marie-Kristin Landes


Die Trailer zum Film