Kino | „Free Fire“, „Tiger Girl“, „Es war einmal in Deutschland“

Vom Kaninchen zum Tiger

06.04.2017

Drei absolut unterschiedliche Filme starten in dieser Woche. Ein fast 90-minütiges Feuergefecht, eine Improvisation-Fiktion-Doku-Mischung und eine Nachkriegskomödie. Aber nur zwei erwärmen Anna Wollners Herz.

Free Fire

Boston, 1978: In einem Lagerhaus soll ein illegaler Waffenverkauf stattfinden. Die zwei Iren Chris (Cillian Murphy) und Frank (Michael Smiley) wollen Vernon (Sharlto Copley) und Martin (Babou Ceesay) M16-Gewehre abkaufen. Als Zwischenhändler sind Justine (Brie Larson) und Ord (Armie Hammer) anwesend. Die Stimmung ist von Anfang an aggressiv und angespannt, vor allem, da nicht die gewünschte Ware vorliegt. Der britische Actionfilm zeigt ein Feuergefecht in Echtzeit.

Die Zeiten für die sind nicht golden, aber mir hat es doch sehr viel Spaß gemacht. – Anna Wollner

Tiger Girl

Die Freundschaft von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Vanilla (Maria-Victoria Dragus) verhält sich immer angemessen und höflich, hält sich an die Regeln und Normen und glaubt an die gesellschaftlichen Moralvorstellungen. Um etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun, bewirbt sie sich als Polizistin. Allerdings fällt sie durch die Aufnahmeprüfung und beginnt daher eine Ausbildung bei einem privaten Sicherheitsdienst.

Das besondere an dem Film „Tiger Girl“ ist die Mischung aus Fiktionalität, Improvisation und Dokumentation. So findet Vanillas Schulunterricht zum Beispiel mit echten Azubis statt. Und auch wenn die Handlung grob vorgeschrieben ist, lässt das sogenannte „Skelettbuch“ doch viel Platz für eigene Ideen und Improvisationen der Schauspieler.

Es war einmal in Deutschland

Eine Nachkriegskomödie, die von jüdischen Überlebenden nach dem Zweiten Weltkrieg handelt. Als Vorlage dient die Teilacher-Trilogie von Michel Bergmann.

Der Film nimmt sich nicht immer selbst ganz ernst. – Anna Wollner

David Bermann (Moritz Bleibtreu), Jude und ehemaliger KZ-Häftling, eröffnet mit einigen anderen jüdischen Überlebenden einen Wäschehandel. Sie ziehen von Haus zu Haus und dank guter Überzeugungsarbeit blüht das Geschäft. Von dem Geld wollen sie ein neues Leben in einem anderen Land beginnen.

Über die Filmhighlights der Woche hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Anna Wollner gesprochen.

TigermilchJakob Lass dreht nach seinen eigenen Regeln und unter anderem gehört zu diesen Regeln Mut zum Risiko, Experiment für Freiheit, Offenheit, Impulse aufzubauen.Anna Wollnerüber den Regisseur des Films „Tiger Girl". 

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