Kino | Kong, Sleepless, Wilde Maus und Moonlight

Düstere Action, ein Regiedebüt und großes Oscar-Kino

09.03.2017

Während der mehrfach oscarpremierte Film "Moonlight" sein Publikum mit einer völlig neuen Geschichte begeistert, bereiten "Kong" und "Sleepless" bekannte Geschichten auf. Und dann wäre da noch die Sache mit der "Wilden Maus".

Moonlight

Der Film „Moonlight“ war der große Sieger bei der letzten Oscarverleihung. So gewann das Coming-of-Age-Drama unter anderem in der Kategorie „Bester Film“. Erzählt wird ein so bisher unbekannter Stoff: Chiron wächst als homosexueller Afroamerikaner in den zerrütteten Verhältnissen eines Ghettos heran.

Die Handlung wird dabei in drei Akte unterteilt, die jeweils unterschiedliche Stationen im Leben des Helden beleuchten. Regie und Drehbuch übernahm Barry Jenkins, der damit das Theaterstück „In Moonglight Black Boys Look Blue“ adaptierte.

Kong Skull Island

Der Affe ist nicht nur riesig, sein Name steht auch für ein gewaltiges Animationsspektakel. Mit Tom Hiddleston und Samuel Jackson bietet die jüngste Neuverfilmung des Stoffs eine hochkarätige Besetzung. Speziell Jackson glänzt in der düsteren Rolle des militärischen Hardliners Lieutnant Colonol Packard.

Der Film weist bewusst visuelle Parallelen zu Francis Ford Coppolas Meisterwerk „Apocalpyse Now“ auf. Denn die Handlung spielt vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs. Wer auf Action und Höchstleistungen aus der Effektwerkstatt Hollywoods steht, ist bei diesem Film genau richtig.

Sleepless

Ein knallharter Cop kämpft sich seinen Weg durch die düsteren Gassen von Las Vegas. Jamie Fox ist in der Rolle eines korrupten Bullen auf der Suche nach seinem entführten Sohn.

Ein Plot, der stark an die „Taken“-Reihe mit Liam Neeson erinnert. Tatsächlich ist es aber ein Remake des europäischen Films „Sleepless Night“ von 2011. Es handelt sich um das enttäuschende Amerikadebüt des in Berlin lebenden „Who am I“-Regiesseurs Baran bo Odar.

Wilde Maus

„Wilde Maus“ ist ein weiteres Debüt, diesmal vom österreichischen Kabarettisten Josef Hader als Regiesseur. Vor der Kamera schlüpft Hader zudem in die Hauptrolle, die Figur des egozentrischen Musikkritikers Georg. Als die Wiener Zeitung, für die Georg schreibt, ihn vor die Tür setzt, schwört er seinem Chef Rache.

Ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte ist sein ehemaliger Schulfreund Erich. Zusammen reparieren Erich und Georg die namensgebende Achterbahn „Wilde Maus“.

Was zeichnet „Moonlight“ aus? Wer sollte sich „Wilde Maus“ anschauen? Und brauchts wirklich noch einen King-Kong-Film? Diese Fragen hat detektor.fm-Redakteurin Carina Fron mit unserer Filmexpertin Anna Wollner besprochen.

war positiv überrascht vom Lego-Film.Für Moonlight hab ich mich doppelt gefreut. Es ist in diesem ganzen Oscarchaos ein bisschen untergegangen, dass das ein historischer Sieg ist. Anna Wollnerhat sich "Moonlight" bereits drei Mal angesehen. 

Redaktion: Alexander Goll


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