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Hugh Jackman spielt in „Logan“ zum letzten Mal den mutierten Superhelden Wolverine. Foto: Pressebild | Twentieth Century Fox
Bild: Pressebild | Twentieth Century Fox

Kino | Logan, Silence, Der junge Karl Marx

Brutale Bilder und langweilige Geschichtsstunde

Die Kino-Neuheiten sind schonungslos: Wolverine wetzt die Klingen, Martin Scorsese zeigt Priester, die in Japan gefoltert werden, und „Der junge Karl Marx“ langweilt. Welche Schonungslosigkeit sich lohnt, weiß Filmkritikerin Anna Wollner.

Logan

Hugh Jackman schlüpft das letzte Mal in die Haut des mutierten Superhelden. Seit fast zwanzig Jahren fährt Wolverine alias „Logan“ seine Klingen aus. Viele seiner Weggefährten sind inzwischen gestorben und es scheinen auch keine neuen Mutanten mehr nachzuwachsen.

Doch inmitten seiner Einsamkeit findet er eine Nachfolgerin: ein 11-jähriges Mädchen namens Laura. Die Kleine ist wie Wolverine, nur sind ihre tödlichen Hände noch ganz klein. Gibt es da draußen vielleicht noch mehr Mutantenkinder?

Was ‚Logan‘ komplett richtig macht, ist, dass der Film sehr sehr brutal ist. – Anna Wollner

Silence

Nach „Taxi Driver“ oder „Wolf of Wallstreet“ kehrt Martin Scorsese mit dem Film „Silence“ erneut zu seinen Themen zurück: Glaube und Fanatismus. Ausgangspunkt für „Silence“ ist der 1966 erschienene Roman „Schweigen“ des verstorbenen japanischen Schriftstellers Shūsaku Endō.

Seit 1990 lässt Martin Scorsese der Stoff nicht mehr los und nun, knapp 30 Jahre später, konnte er diesen Stoff endlich verfilmen. „Silence“ ist also eine Herzensangelegenheit, die sich unter anderem mit der Frage beschäftigt: Was muss man machen, damit ein Mensch alles verrät und aufgibt, woran er glaubt?

Der Plot: Pater Ferreira ist in Japan verschwunden. Entweder ist er tot oder – schlimmer – vom Glauben abgefallen. Die zwei Jesuiten Rodrigues und Garupe wollen das nicht akzeptieren und machen sich während der brutalen Christenverfolgung im Japan des 17. Jahrhunderts auf die Suche nach ihm.

Das ist ein Film, der uns ein bisschen quält, durch die Länge und Bilder, die er uns zumutet. – Anna Wollner

Der junge Karl Marx

„Der junge Karl Marx“ entführt offensichtlich nicht in die späte Schaffenszeit des Philosophen. Der neue Film von Raoul Peck setzt viel früher an  zu der Zeit, als sich zwischen Marx und Friedrich Engels eine Freundschaft entwickelt, die die Welt verändern sollte. Als rebellische Denker werden die beiden allerdings nicht gezeichnet. Auf einer Spannungsskala von eins bis zehn fällt das Urteil deshalb nicht besonders gut aus. Ein Kostümfest ist der Film aber allemal.

Für mich ein Film, wo mir jetzt schon alle Geschichts-Leistungskurs-Schüler der nächsten zehn, zwanzig Jahre Leid tun, die sich dieses Werk anschauen müssen. – Anna Wollner

Über die Eigen- und Besonderheiten von „Logan“, „Silence“ und „Der junge Karl Marx“ spricht detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer mit unserer Filmexpertin Anna Wollner.

Ich finde „Logan“ ist durchaus eine sehr gelungene Comic-Verfilmung. Es ist natürlich der Abschluss der Einzelfilme mit Wolverine: das letzte Mal ist Hugh Jackman als Mutant unterwegs.Film-Kritikerin Anna Wollner
Kino-Tipps: Logan, Silence, Der junge Karl Marx 07:06

Redaktion: Vera Weber


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