Kino | Man lernt nie aus, Maze Runner 2, Life

Mit 70 Jahren noch Praktikant

24.09.2015

Robert De Niro krempelt als Praktikant eine hippe Firma um, Jugendliche kämpfen sich durch eine dystopische Wüste und James Dean schließt Freundschaft mit einem Fotografen. Die Kinostarts der Woche versprechen unerwartete Begegnungen. Welche aber sollte man vermeiden?

Man lernt nie aus – Oscar-Preisträger in harmloser Romanze

Der Rentner Ben Whittaker (Robert De Niro) fängt aus Langweile ein Praktikum in einem Mode-Versandhaus an. Zunächst weiß seine 40 Jahre jüngere Chefin (Anne Hathaway) nichts mit dem Oldtimer anzufangen. Der kann nicht einmal einen Laptop bedienen. Schließlich zeigt sich jedoch, dass auch ältere Semester den jungen Wilden noch einige Lektionen erteilen können.

Der Film ist – ganz böse gesagt – nur was für den verregneten Sonntagnachmittag auf ProSieben. Es ist nicht die große Filmkunst. – Anna Wollner

The Maze Runner 2 – Durchschnittliche Jugendunterhaltung

Die „Maze Runner“-Filme reiten auf der Young-Adult-Fiction-Welle, die Filme wie „Twilight“ und „The Hunger Games“ losgetreten haben. Im Gegensatz zu diesen spielt in der „Maze Runner“-Reihe ein junger Mann (Dylan O’Brien) die Hauptrolle.

Im zweiten Teil, „Die Auserwählten in der Brandwüste“, schlägt er sich mit seinen Freunden durch eine apokalyptische Einöde. Auf ihrer Reise müssen sie nicht nur die Gefahren der Wüste, sondern auch die eigene Pubertät wohlbehalten überstehen.

„Maze Runner 2“ hat das klassische Sandwich-Film-Problem. Der Film kann keine großen Spannungsbögen haben, weil natürlich das große Finale, das 2017 in die Kinos kommt, nicht vorweggenommen werden kann. – Anna Wollner

Life – James-Dean-Biografie von Star-Fotograf

Acht Jahre nach seinem Filmerfolg „Control“ widmet sich der berühmte Fotograf Anton Corbijn wieder einem früh verstorbenen Star: James Dean. In seinem neuen Film „Life“ arbeitet er die Beziehung zwischen James Dean (Dane DeHaan) und dem Fotografen Dennis Stock (Robert Pattinson) auf.

Dennis Stock soll den aufstrebenden Schauspieler für das Life Magazine begleiten. Auf ihrer Reise durch die USA schließen die beiden dann eine tiefe Männerfreundschaft.

Der Film lebt natürlich davon, dass Anton Corbijn selbst Fotograf war und ein Gespür für Bilder hat. Er weiß diese Zeitdokumente richtig in Szene zu setzen. – Anna Wollner

TigermilchRobert Pattinson hat nur seinen einen Schlafzimmer-Gesichtsausdruck, den er seit Twilight immer wieder zeigt. Anna Wollnerist unsere Kino-Expertin und kann Robert Pattinsons Schauspiel wenig abgewinnen. 

Redaktion: Christian Eichler

Die Trailer zu den Filmen