Kino | Spider-Man: Homecoming, Begabt, Paris kann warten

Filme für verregnete Sommertage

13.07.2017

Das Sommerwetter hat sich in den letzten Tagen nicht mit Ruhm bekleckert. Daher sucht nicht nur Film-Kritikerin Anna Wollner im Kinosaal Schutz vor dem Regenwetter. Aber welche Neustarts lohnen sich diese Woche?

Spider-Man: Homecoming

Zum 40-jährigen Jubiläum der „Spider-Man“-Kinofilme erscheint nun ein neuer Streifen rund um den außergewöhnlichen Spinnenmann. „Spider-Man: Homecoming“ dient als Einführung des Superhelden in die Liga der Avengers als eigenständiger Charakter. Der Film schließt an die Geschichte von „The First Avenger: Civil War“ an, wo Tom Holland Spider-Man bereits in einer Nebenrolle verkörperte.

Peter Parker bekommt im aktuellen Blockbuster von seinem Mentor Tony Stark aka Iron Man nicht nur wertvolle Tipps, sondern auch einen High-Tech-Ganzkörperanzug. Aber jeder Superheld fängt einmal klein an und so auch der nerdige Peter Parker auf seiner alten High School …

Spider-Man: Homecoming ist ein Superhelden-Film, den man gucken kann, der mich als Spider-Man-Fan aber so ein bisschen traurig zurückgelassen hat. – Anna Wollner, Filmkritikerin

Begabt Die Gleichung eines Lebens

Obwohl ihre Handlungen kaum unterschiedlicher sein könnten, eine Gemeinsamkeit haben „Spider-Man“ und „Begabt“ (engl. „Gifted“) dann doch: Chris Evans. Der ist nämlich nicht nur Teil der Avengers, sondern übernimmt auch die Hauptrolle in der Tragikomödie um ein hochbegabtes Mädchen.

Die kleine Mary hat das mathematische Genie ihrer verstorbenen Mutter geerbt. Eine Grundschullehrerin möchte Mary auf eine Privatschule schicken. Chris Evans‘ Rolle Frank Adler will der Kleinen aber ein normales Leben ermöglich. Auch Marys Großmutter (Lindsay Duncan) möchte die Begabung ihrer Enkelin fördern und entfacht somit einen emotionalen Sorgerechtsstreit.

Gifted ist ein kleiner, charmanter, amerikanischer Independent-Film, für den man auch nicht hochbegabt sein muss. Es ist ein Feel-Good-Film über eine besondere Onkel-Nichte-Beziehung für verregnete Sommertage. – Anna Wollner

Paris kann warten

Eleanor Coppola, Ehefrau von Francis Ford und Mutter von Sofia, tritt mit ihrem bekannten Nachnamen in große Fußstapfen. Denn die romantische Komödie ist ihr Regiedebüt mit stolzen 81 Jahren, was sie zu eine der ältesten Regiedebütantinnen der Filmbranche macht.

„Paris kann warten“ beruht auf wahren Begebenheiten aus dem persönlichen Leben von Eleanor Coppola. Während der Filmfestspiele in Cannes 2009 wird sie krank und kann nicht mit ihrem Ehemann nach Budapest weiterfliegen, sondern fährt mit einem Geschäftspartner ihres Mannes mit dem Auto nach Paris. Im Film sind das dann Anne (Diane Lane) und Jacques (Arnaud Viard), die einen etwas anderen Roadtrip durch Frankreich veranstalten. Und zwar ganz nach dem Motto: Paris kann warten!

Man muss aufpassen, man möchte danach auch nach Frankreich in den Urlaub fahren. Es weckt so ein bisschen die Reise- und Fernlust. – Anna Wollner

Für welche Film-Neustarts es sich diese Woche lohnt, ins Kino zu gehen, hat Filmkritikerin Anna Wollner detektor.fm-Moderatorin Anna Corves verraten.

Spider-ManTom Holland ist mir eine Spur zu cool und zu flapsig. Wenn er das T-Shirt auszieht, hast du das Gefühl, da steht ein "Abercrombie & Fitch"-Model vor dir. Peter Parker ist ein Nerd und Tom Holland ist mir einfach nicht nerdig genug.Anna Wollnerist ein großer Spider-Man-Fan, war aber vom neuen Marvel-Film eher enttäuscht. 

Redaktion: Josefine Farkas

Moderation: Anna Corves


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Trailer