Kino |Spy – Susan Cooper Undercover, Kind 44, Woman in Gold

Agentenposse und Historiendramen

04.06.2015

In dieser Woche ist im Kino zwischen Slapstick-Agentenkomödie und Hollywood-Tränendrüsen-Kino alles dabei. Welcher Film es Anna Wollner besonders angetan hat und was aus ihrer Sicht Enttäuschungen sind: wir haben drüber gesprochen.

Spy- Susan Cooper Undercover

Susan Cooper (Melissa McCarthy) ist eine pöbelnde Spionin mit Stil. Zu Beginn des Films ist sie eine bescheidene CIA-Analystin, die ausschließlich am Schreibtisch arbeitet. Zwar ist sie für die Planung der gefährlichen Geheimdiensteinsätze verantworlich, doch sind es die Agenten im Feldeinsatz, die anschließend die Lorbeeren für erfolgreiche Missionen ernten und Susan bleibt als graue Maus weitgehend unbeachtet im Hintergrund.

Aber als ihr Partner Bradley Fine (Jude Law) dem Ränken der schönen Raina Boyanov (Rose Byrne) und ihren Komplizen zum Opfer fällt, meldet sich Susan spontan für einen heiklen Undercover-Einsatz. Sie soll die Organisation eines gefährlichen Waffenhändlers infiltrieren. Gleichzeitig wird ihr so die Möglichkeit geboten, Rache für ihren Partner zu üben.

In teilweise sehr unglamourösen Tarnungen, z.B. als Katzenliebhaberin aus Iowa, erlebt sie das Abenteuer ihres Lebens, bei dem Susan zur Heldin der CIA wird. Das komödiantische Konzept ist zwar denkbar schlicht, doch die Nebenrollen (u.a. Jason Statham und Jude Law), Storytwists und Drehorte sorgen für guten Agentenspaß.

Melissa McCarthy ist einer der unterschätztesten Schauspielerinen Hollywoods.

Kind 44

Ein Kindsmörder macht das Land unsicher, darf aber offiziell nicht so genannt werden. Im Paradies des Sozialismus existieren derartige Verbrechen nicht.

Leo Demidow (Tom Hardy) ist als Offizier des Geheimdienstes ein treuer Unterstützer des stalinistischen Systems. Er fühlt sich an keine Moral gebunden, die nicht durch die Partei vorgegeben ist und erfüllt bedenkenlos seine Aufträge. Doch als der Sohn seines Freundes tot aufgefunden wird und der Staatsapparat den offensichtlichen Mord zu vertuschen versucht, kommt Leo ins Zweifeln. Als ein weiteres Kind ermordet wird, stellt er eigene Nachforschungen an und gerät so in Konflikt mit seinen Vorgesetzen.

Ein Film, der mich wirklich von der ersten bis zur letzten Minute entäuscht hat.

Woman in Gold

Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 werden Gustav Bloch (Allan Corduner) und seine Großfamilie in Wien enteignet. Die Nazis berauben die jüdische Familie ihrer Kunstsammlung und vertreiben sie aus ihrer Heimatstadt Wien. Blochs Tochter Maria Altmann (Helen Mirren) emigriert darauf  in die USA.

Aber gut 50 Jahre später beschließt sie, zurückzuholen, was rechtmäßig ihr gehört. Vor allem das wertvolle Gemälde „Goldene Adele“ will sie wieder zurück in Familienbesitz bringen. Auf dem Jugendstil-Bild wurde ihre Tante Adele (Antje Traue) vom berühmten Maler Gustav Klimt (Moritz Bleibtreu) verewigt. Maria wendet sich bei ihren Vorhaben hilfesuchend an den Anwalt Randol Schoenberg (Ryan Reynolds), der einen langwierigen Prozess in Gang setzt

Woman in Gold ist einfach ein richtig gefälliges Hollywood-Tränendrüsen-Kino

TigermilchSpy - Susan Cooper ist eine XXL-Agentenkomödie vom Feinsten. Das ist Slapstick, das ist Wortwitz, das ist perfektes Timing. Vielleicht etwas zu viele Gags, die untergebracht wurden. Anna Wollnerfindet Melissa McCarthy spitzenklasse 

Der Trailer zu Spy-Susan Cooper

Der Trailer zu Kind 44

Der Trailer zu Woman in Gold

Redaktion: Carsten Jänicke