Kino | Unbroken, Der große Trip-Wild, Oscar-Nominierungen

Angelina Jolie sollte doch lieber beim Schauspielen bleiben...

15.01.2015

Diese Woche geht es neben zwei Neuerscheinungen auch um die Nominierungen zur Oscar-Verleihung 2015. Doch bevor es Grund zum Jubeln gibt, gibt es Grund zum Ärgern. Denn Angelina Jolie bereichert die Kinowelt nicht wirklich.

Unbroken

Für diesen Kinofilm versucht sich Angelina Jolie bereits das zweite Mal als Regisseurin. Es geht um einen amerikanischen Langstreckenläufer, der bei Olympia auf Goldkurs ist. Obwohl er das Edelmetall verpasst, will der Führer Adolf Hitler ihn treffen.

Die Favoritenrolle für die Olympischen Spiele in Tokyo ist Zamperini dafür vier Jahre später sicher. Doch der zweite Weltkrieg macht plötzlich alle Hoffnungen zunichte. Zamperini zieht als Bombenschütze in den Krieg, kommt in Gefangenschaft und wird in einem japanischen Lager festgehalten.

Der äußerst brutale Inhalt des Films ist vielleicht etwas für Aktionliebhaber, doch die Geschichte gibt leider nicht viel her. Kinoexpertin Anna Woller ist nicht überzeugt von Jolies Leistung als Regisseurin. Mal wieder ein klassisch-amerikanisches Durchhalteepos – diesmal á la Jolie.

Der große Trip – Wild

Dafür überzeugt der Outdoorfilm „Der große Trip – Wild“ mit einer One-Woman-Show. Reese Whiterspoon versucht ihr Sauberfrau-Image für Komödien oder Kitsch aller Art zu dem einer ernstgenommenen Schauspielerin zu biegen. Die schöne Reese zeigt sich dafür auch „ungeschminkt“ und dreckig.

Durch den plötzlichen Krebstot ihrer Mutter wird sie aus der Bahn geworfen. Sie nimmt Heroin, hat Sex mit Fremden und setzt so ihre Ehe aufs Spiel. Auf dem Weg zu sich selbst lässt sie 1.800 km hinter sich. Man sieht sie in der reinen, unberührten Natur, während Flashbacks Szenen aus der Vergangenheit zeigen.

Gefällt gut, sagt Anna Wollner.

Oscar-Nominierungen

Mit jeweils neun Nominierungen gehen „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson und „Birdman“ von Alejandro González Iñárritu ins Rennen. Als beste Schauspielerinnen sind Julianne Moore („Still Alice“), Reese Witherspoon („Der große Trip – Wild“), Rosamunde Pike („Gone Girl“), Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) und Marion Cotillard („Zwei Tage, eine Nacht“) nominiert.

Bei den Männern hoffen Bradley Cooper („American Sniper“), Benedict Cumberbatch („The Imitation Game“), Michael Keaton („Birdman“), Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) und Steve Carell („Foxcatcher“) auf die Auszeichnung.

Auch ein Deutscher Film ist bei den Nominierungen vertreten: Wim Wenders schickt seinen Film „Das Salz der Erde“ für den besten Dokumentarfilm ins Rennen.

Mehr über die einzelnen Filme und die Nominierten gibts im Kino-Talk mit Anna Wollner.

Die Kinoredakteurin Anna WollnerEin Film, der vielleicht toll aussieht, aber von der Geschichte her überhaupt nichts taugt. (Annas Urteil zu "Unbroken")Anna WollnerKinoexpertin bei detektor.fm 

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