Kino: “World’s End”, “Michael Kohlhaas” und “Da geht noch was”

12.09.2013

Auch diese Kinowoche startet wieder bunt gemischt. Diesmal hat sich detektor.fm Kinoexperte Florian Leue drei Filme ausgesucht, die absolut nichts miteinander gemein haben, außer einem: Blut!

Die französische Produktion “Michael Kohlhaas” schwelgt in opulenten Landschaftsaufnahmen, die in der Gebirgsregion der Cevennen entstanden sind. © 2013 polyband Medien GmbH / michaelkohlhaas-derfilm.de

Blut und Eiscreme

Mit „World’s End“ endet auch die Trilogie von Schauspieler und Drehbuchautor Simon Pegg und dem Regisseur Edgar Wright. Die drei Filme „Shaun of the Dead„, „Hot Fuzz“ und „World’s End“ werden scherzhaft auch die Blood-and-Ice-Cream-Trilogie“ genannt, weil als Running Gag stets ein Eis der Marke Cornetto auftaucht. Aber es wird ja nicht nur Eis genascht, es spritzt auch ordentlich Blut: Nach Zombies und mörderischen Verschwörern in den voran gegangenen Teilen müssen sich die nichts ahnenden Protagonisten in „World’s End“ nun gegen Roboter und außerirdische Wesen wehren.

Blutige Rache

weiß, was neu ins Kino kommt.Florian Leueweiß, was neu ins Kino kommt. 

Michael Kohlhaas ist eine so faszinierende Figur, dass seine Geschichte schon seit Jahrhunderten immer wieder aufgegriffen wird. Historisches Vorbild ist der Rebell Hans Kohlhase, der im 16. Jahrhundert sein Unwesen trieb. Heinrich von Kleist nahm den Stoff knapp 300 Jahre später wieder auf und verarbeitete ihn zu einer Novelle, die seither zum beliebten Material für allerlei Adaptionen wurde – sei es als Theaterstück, Hörspiel oder Film.
Nun hat sich der französische Regisseur Arnaud des Pallières an die Geschichte gewagt und macht Mads Mikkelsen in der Hauptrolle zum blutigen Rächer. Die Adaption wurde dieses Jahr für die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes nominiert.

Blutsverwandtschaft

Familienzwist kennt jeder irgendwie – und er ist auch ein beliebtes Filmthema.
In „Da geht noch was“ steht die schwierige Beziehung zwischen Yuppie-Sohn Conrad (Florian David Fitz) und dem verbitterten Rentner-Vater Carl (Henry Hübchen) im Mittelpunkt. Der Regisseur Holger Haase, der bisher für das Fernsehen gearbeitet hat und nun sein Kino-Debüt feiert, macht aus der Geschichte eine typisch deutsche Komödie über das Zusammenfinden einer entfremdeten Familie, beweist aber durchaus auch ein Gespür für die ruhigeren Momente.

Die Filmstarts der Woche hat detektor.fm Kinoredakteur Florian Leue schon vorab gesehen – und bei welchen sich der Kinobesuch lohnt, hat er im Interview verraten.


Trailer – World’s End

Trailer – Michael Kohlhaas

Trailer – Da geht noch was