Kolumne der Woche: Dirk Niebels fliegender Teppich

08.06.2012

Wer hatte Dirk Niebel eigentlich noch auf dem Schirm? Der FDP-Minister ist jüngst in Ungnade der Kanzlerin gefallen. Der Grund: eine geheime Teppichaffäre mit dem Bundesnachrichtendienst und versäumten Zollgebühren.

Dirk Niebel, Entwicklungshilfeminister und großer Freund der afghanischen Teppichknüpfkunst. Foto:© Matthias Rietschel /dapd

freut sich für die FDP über die bewältigte Fünf-Prozent-Hürde.Jan Krögerfreut sich für die FDP über die bewältigte Fünf-Prozent-Hürde. 

Lange hat es gedauert, nun ist es wieder so weit: In aktuellen Umfragen erreicht die FDP wieder die Fünf-Prozent-Hürde.

Für detektor.fm-Kolumnisten Jan Kröger war es ein Moment der Erleichterung. Denn monatelang hat er versucht sich zu zügeln. Sich über Leute lustig zumachen, die am Boden liegen, das kann schließlich jeder.

Nun, da die FDP die Hürde wieder erreicht hat, muss aber auch mal gut sein, findet er. Wie gut, dass ein fast vergessener Liberaler ihm auch gleich einen Anlass liefert.

Der Anlass misst neun Quadratmeter und ist rund 30 Kilogramm schwer. Dirk Niebel hatte während eines Afghanistan-Aufenthaltes einen Teppich im Wert von etwa 1000 Euro erstanden. Den hat er allerdings in Kabul liegen gelassen. Transportiert hat den Teppich der Bundesnachrichtendienst und das gratis. Dadurch hat Niebel die rund 200 Euro Zollgebühren gespart.