Kurzfilmtage Oberhausen – Zeit für ein neues Manifest zum deutschen Kino?

03.03.2012

Vor 50 Jahren haben 26 Filmemacher das deutsche Kino revolutioniert. Unter dem Motto "Papas Kino ist tot" haben sie das Oberhausener Manifest geschrieben, mit dem Ziel, den westdeutschen Film zu erneuern.

Am 28. Februar 1962 wurde das Manifest während der VIII. Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen verlesen. Foto: © Kurzfilmtage Oberhausen

Zu den Unterzeichnern des Manifestes zählten Edgar Reitz, Alexander Kluge, Peter Schamoni und Haro Senft. Die Regisseure protestierten damals gemeinsam gegen die wirtschafltichen Strukturen und die künstlerische und inhaltliche Rückständigkeit des deutschen Films, der zu dieser Zeit in einer tiefen Krise steckte.

Ihr Anspruch, einen „Neuen Deutschen Film“ zu begründen, verändete die Filmlandschaft in den kommenden Jahren nachhaltig. Anna Wollner, Patrick Wellinski und Andreas Kötzing haben darüber diskutiert, ob es jetzt, 50 Jahre nach dem „Oberhausener Manifest“, nicht wieder Zeit für eine Generalüberholung des deutschen Filmes sei.

Besitz: Haro Senft, zum Abdruck freigegeben.Das Oberhausener Manifest.Besitz: Haro Senft, zum Abdruck freigegeben.