Linkshänder: Was sind Gerüchte und was ist Realität?

13.08.2012

Heute ist Welt-Linkshändertag. Linkshänder sein ist schon lange kein Stigma mehr. Doch Gerüchte und Mythen um Linkshänder gibt es nach wie vor. Was dran ist, fragen wir einen Neurowissenschaftler.

Linkshänder haben es mit üblichen Schreibgeräten oft schwerer. Foto: © Volker Hartmann/dapd

ist Neurowissenschaftler an der Charité in BerlinStefan Gutwinskiist Neurowissenschaftler an der Charité in Berlin 

Linkshändigkeit ist so alt wie die Menschheit selbst. Das belegen archäologische Waffen- und Werkzeugfunde, die vermutlich von Linkshändern hergestellt und benutzt worden sind.

Wie viele Linkshänder es heute tatsächlich gibt, lässt sich trotzdem nur sehr schwer ermitteln. Schätzungen ergeben einen Wert zwischen 10 und 15 Prozent. Damit ist der Mensch als Spezies übrigens eine Besonderheit, denn im Tierreich hält sich das Verhältnis zwischen Rechts- und Linkshändern meist die Waage.

Ein Grund dafür, dass es beim Menschen so wenige Linkshänder gibt, könnte die noch immer angewendete Umerziehung auf die rechte Hand sein.

Welche Nachteile hat dies für die Betroffenen? Und gibt es überhaupt noch Unterschiede zwischen Rechts- und Linkshändern? Darüber haben wir anlässlich des Weltlinkshändertags mit dem Neurowissenschaftler Stefan Gutwinski von der Charité in Berlin gesprochen.