Loveparade 2010 – Wie entsteht eine Massenpanik?

26.07.2010

Die Loveparade in Duisburg war das Thema des Wochenendes, doch nicht wegen der 1,4 Millionen Raver. 19 Personen starben, mehr als 300 sind verletzt worden. Doch wie entsteht eine solche Massenpanik? Und was kann man im Vorfeld besser machen?

Blick in den Tunnel, der auf das Loveparade-Gelände führte. Hier entstand die Massenpanik. Foto: Henning Kaiser/ ddp.

Er hat sich mit dem Phänomen der Massenpanik beschäftigt.Bernhard SchlagEr hat sich mit dem Phänomen der Massenpanik beschäftigt. 

Bei der Massenpanik auf dem Loveparade-Gelände mussten die Besucher durch einen engen Tunnel. Hier stauten sich zehntausende Technofans. Die Verantwortung für die Katastrophe wollte bis jetzt keiner übernehmen. Stattdessen häuft sich die Zahl derer, die von der Gefahr gewusst haben wollen, welche vom Veranstaltungsort ausging.

Bernhard Schlag ist Professor für Verkehrspsychologie an der TU Dresden und hat sich im Rahmen seiner Arbeit mit dem Phänomen der Massenpanik beschäftigt.

Das Interview können Sie hier hören.


Nachtrag, 26.07.2010, 23.30 Uhr

Mehrere Quellen berichten, dass sich die Zahl der Todesopfer im Laufe des Abends auf 20 erhöht hat.

Die Staatsanwaltschaft spricht aktuell von mehr als 500 Verletzten.