Machen statt Quatschen | Über Sterben in Würde: ein Besuch im Hospiz

11.07.2012

Immer mehr Menschen entscheiden sich, die letzten Tage und Wochen ihres Lebens im Hospiz zu verbringen. Hospize bieten eine Rundum-Betreuung und wollen den Bewohnern ein weitestgehend schmerzfreies und angenehmes Lebensende verschaffen.

Ein Hospiz finanziert sich zu 90% über die Krankenkassen und zu 10% über Spenden. /Foto: © Michael Gottschalk/dapd

konzentriert sich als Hospiz-Leiterin auf die Zeit, die den Bewohnern noch bleibt.Bianca Bretschneiderkonzentriert sich als Hospiz-Leiterin auf die Zeit, die den Bewohnern noch bleibt.  

Das Sterben und der Tod gehören zum Leben dazu – auch wenn man das lieber verdrängt. Früher oder später kommt aber der Moment, wo man sich von einem Angehörigen verabschieden muss oder sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzt.

Viele Bewohner sind überrascht von der Betreuung

Viele wollen nicht im Krankenhaus sterben. Sie wollen es am Ende ihres Lebens so vertraut, familiär und vor allem schmerzfrei wie möglich haben. Bei langwierigen Krankheiten, die nicht geheilt werden können, kann ein Hospiz eine Alternative sein – dort wird man medizinisch betreut, erhält Schmerzmittel und hat Raum für einen würdevollen Abschied. Die Leiterin des Hospizes Advena in Leipzig, Bianca Bretschneider, hat festgestellt, dass viele Bewohner von der Betreuung im Hospiz überrascht sind:

Die sagen: Hätten wir gewusst, wie hier die Versorgung läuft, wären wir viel eher ins Hospiz gekommen, also da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig. – Bianca Bretschneider

Die Zahl der Hospize in Deutschland ist in den letzten 15 Jahren deutlich angestiegen. Waren es 1996 nur 30 stationäre Hospize, sind es 15 Jahre später bereits 179. Es gibt stationäre und ambulante Hospize und natürlich auch so genannte Palliativ-Stationen in Krankenhäusern.

Anke Werner hat das Hospiz Advena in Leipzig besucht. Es ist auch für den Deutschen Engagementpreis 2012 nominiert.

+++ „Machen statt Quatschen“ wird präsentiert von Ur-Krostitzer +++

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