Millenium-Problem: Mathematik bekommt Wellen in den Griff

17.01.2014

Schön anzusehen und mathematisch unglaublich komplex: Die Bewegung von Flüssigkeiten ist eine bislang ungelöste Herausforderung für die Wissenschaft.

Wellen bringen nicht nur den besten Freund des Menschen zum Staunen | Foto: cosmo flash/flickr.com

Wellen machen am Strand großen Spaß, aber für Mathematiker sind sie Anlass für Kopfschmerzen. Die Berechnung von Wellen ist eines von sieben Milleniumproblemen, das heißt: Wellen sind bislang ein ungelöstes Rätsel der Mathematik. Und sie sind nicht nur für den Elfenbeinturm der Wissenschaft relevant.

erklärt das Milleniumproblem der Wellen.Albrecht Beutelspachererklärt das Milleniumproblem der Wellen. 

Nicht nur ein theoretisches Problem

Vor drei Jahren löste ein Tsunami die Katastrophe von Fukushima aus. Tsunamis sind nichts anderes als besonders lange und kraftvolle Wasserwellen. Solche „Monsterwellen“ bringen auch Hochseeschiffe zum Kentern. Die Kraft des Wassers wirkt aber nicht nur zerstörerisch. In Wellenkraftwerken kann sie zum Beispiel als Quelle für Energie genutzt werden.

Wellen mathematisch nun berechenbar?

Jetzt scheint der kasachische Mathematiker Muchtarbai Otelbajew die Wellen zumindest mathematisch gebändigt zu haben. Wie? Erklären kann das Albrecht Beutelspacher, Professor für Diskrete Mathematik und Geometrie am Mathematischen Institut der Universität Gießen.

Otelbajew gelang vielleicht die Lösung eines Problems, an dem sich die besten Köpfe der Mathematiker 200 Jahre lang versucht haben – Albrecht Beutelspacher