Mediasteak | Die Weltherrschaft, Berlin – Ecke Schönhauser und Ohne diese Welt

Versuchen, die Welt zu erklären

22.09.2017

Die Macher von Mediasteak empfehlen diese Woche eine Dokumentation über Verschwörungstheorien und Mennoniten in Argentinien. Außerdem gibt es einen alten Defa-Film zu bestaunen: "Berlin - Ecke Schönhauser".

Ohne diese Welt

„Diese Welt“ nennen die deutschstämmigen Mennoniten alles außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft. Sie leben wie im 18. Jahrundert, allein in ihrer eigenen Welt im Norden Argentiniens. Umso überraschender ist es für die Glaubensgemeinde, wenn ein Kamerateam sie besuchen kommt.

Die Kolonie hat übrigens den Namen Durango  und wird in der Dokumentation „Ohne diese Welt“ so unverblümt gezeigt, wie sie eben ist. Sie sprechen noch Plattdeutsch, leben von der Landwirtschaft und reisen mit der Pferdekutsche. Strom haben sie natürlich nicht und auch nichts, was damit verbunden wird. KeinenFernsehen, kein Mobiltelefon und auch kein Internet. Online ist die Gemeinde dennoch, nämlich in einer Dokumentation des ZDF.

Berlin – Ecke Schönhauser

Ost-Berlin, 1956: Ein paar „Halbstarke“ treffen sich täglich unter den U-Bahn-Bögen der Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg. An der Ecke Schönhauser können sie tun und lassen, was sie wollen. All die Probleme der 1950er Jahre, die sie Zuhause oder im Betrieb erwarten, können sie vergessen. Sie fühlen sich frei.

Da ist zum Beispiel „Kohle“, der von seinem alkoholkranken Vater regelmäßig verprügelt wird. Oder Dieter, der ohne seine Eltern zurecht kommen muss, weil er sie im Krieg verloren hat. Oder Karl-Heinz, der als Einziger aus einer reicheren Familie stammt und die Schule abgebrochen hat. Sie alle verbindet der Schrecken des Krieges, Sorgen um die Zukunft und der Wunsch nach Veränderungen. Ein Klassiker, der bereits vor 60 Jahren über eine Million Zuschauer in die Kinos lockte. arte hat den DEFA-Film zu diesem Jubiläum online gestellt.

Die Weltherrschaft

Verschwörungstheorien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Zum Beispiel über die Freimaurer. Vor 300 Jahren soll sich der Geheimbund gegründet haben um die politischen und welthistorischen Ereignisse zu lenken. Das Ziel: die Weltherrschaft. Mitglieder sollen heidnischen Praktiken nachgehen und zum Teil sogar magische Fähigkeiten besitzen. Aber ist das so?

Wer profitiert von solchen Theorien? Und wie lassen sich diese Theorien von Fake News abgrenzen, die ähnlich ins Internet gestreut werden, wie diese Theorien? Die Fragen beantwortet derzeit eine Dokumentation über Verschwörungstheorien.

Warum diese drei Filme so sehenswert sind, besprechen Mediasteak-Gründerinnen Anne Krüger und Laura Pohl im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Christian Eichler.

Laura Pohl und Anne Krüger von Mediasteak.Die Dokumentation über Verschwörungstheorien sollten sich vor allem Leute anschauen, die generell an so etwas glauben. Dadurch könnten sie eventuell die ein oder andere bekannte Lüge erkennen.Anne Krüger und Laura Pohlsind die Gründerinnen von Mediasteak. 

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