Medien I Domian kündigt Ende seiner Sendung an

Ausgetalkt: Domian hört auf!

11.03.2015

Seit fast 20 Jahren nimmt Jürgen Domian Höreranrufe entgegen. Eine lange Zeit. 2016 ist Schluss. Was bewegt Menschen dazu, in der Medienöffentlichkeit über persönliche Vorlieben, Ängste und Probleme zu reden? Wir haben mit einem Fernsehpsychologen gesprochen.

Die Sendung

Für die zahlreichen Fans seiner Sendung ist es eine Überraschung: Domian tritt ab. Er habe Lust, mal wieder häufiger die Morgensonne zu sehen. Ob es eine Nachfolge geben wird, ist zur Zeit noch unklar. In den letzten Jahrzehnten hat Domian lustige, aber auch erschreckende Anrufe erhalten. Die stete Herausforderung:  Nicht wertend auf die Geschichte des Anrufers reagieren. Seine einstündige Sendung, die montags bis freitags ab 1 Uhr nachts läuft, hat bis zu 100.000 Zuschauer. Domian arbeitet laut Medienberichten zurzeit an neuen Formaten.

Phänomen Hörertalk

Der Wunsch, persönliche Geschichten mit einem Moderator zu teilen, scheint ein Phänomen der Zeit zu sein. Im Jahr 2010 startete die ARD mit der „LateLine“ eine Hörertalk-Sendung, die montags bis donnerstags gleichzeitig auf sieben Jugendwellen ausgestrahlt wird.

Über den Erfolg von Domian und die Psychologie hinter dem Phänomen „Hörertalk“ hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit Stephan Lermer gesprochen. Er war viele Jahre beim bayerischen und mitteldeutschen Rundfunk als Radio- und Fernsehpsychologe tätig.

Foto LermerDer Fernsehpsychologe ist einem in gewisser Art und Weise vertraut. Man hat das Gefühl, man ruft einen guten Freund an. Dr. Stephan Lermer Foto: Christopher Thomas  
Fernsehpsychologe Dr. Lermer zur Sendung Domian

Redaktion: Robin Theodor Schäfer