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Foto: Courtesy OCA
Bild: Die Sámi-Künstlerinnen und Künstler Pauliina Feodoroff, Máret Ánne Sara und Anders Sunna in Venedig. | Courtesy OCA

Monopol-Podcast | 59. Biennale-Venedig

Zufluchtsort Kunst

Nach drei Jahren Pause ist es endlich so weit: im April startet die 59. Internationale Ausstellung der Venedig-Biennale. Was uns erwartet und warum alle gespannt auf den nordischen Pavillon schauen, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.

Neue Formen des Mensch-Seins

Menschen, die sich in Tiere verwandeln, in Mineralien und Maschinen! Kuratorin Cecilia Alemani hat für die Hauptausstellung der 59. Venedig-Biennale den surrealistisch anmutenden Titel „The Milk of Dreams“ gewählt. Sie bezieht sich auf das gleichnamige Buch der britischen Künstlerin Leonora Carrington. Transformationen und Metamorphosen, aber auch die Erfahrungen aus zwei Jahren Pandemie spielen in Venedig eine Rolle. Sie haben Spuren im Denken und Handeln vieler Künstlerinnen und Künstlern hinterlassen, sagt Sebastian Frenzel vom Monopol-Magazin. Diesen Zusammenhang wird man in den ausgestellten Werken auch sehen.

Fragen von Einsamkeit und Gemeinschaft, des Körpers und der Vergänglichkeit. Fragen, wie wir miteinander umgehen und mit der Umwelt, die werden eine wichtige Rolle spielen.

Sebastian Frenzel, stellv. Chefredakteur beim Monopol-Magazin

Sebastian Frenzel, stellv. Chefredakteur beim Monopol-MagazinFoto: Monopol

Von der Politik zur Kunst

Traditionell setzt sich die Venedig-Biennale zusammen aus der Hauptausstellung und den einzelnen nationalen Pavillons. Der nordische Pavillon ist in diesem Jahr etwas besonderes, denn erstmalig stellen hier Künstlerinnen und Künstler der indigenen Volksgruppe der Sámi aus. Die Sámi leben seit mehreren tausend Jahren ganz im Norden Europas in den skandinavischen Ländern. Von den schätzungsweise 80 000 bis 100 000 Sámi leben etwa zwei Drittel von der traditionellen Rentierwirtschaft. Der Zugang zu Land und Wasser und den Plänen der nationalen Regierungen führen immer wieder zu Konflikten. Die Kunst ist für viele Sámi deshalb oft ein letzter Zufluchtsort, erzählt Monopol-Redakteurin Saskia Trebing im Podcast. 

Die Politisierung kommt sehr stark aus gelebter Erfahrung. Viele (Sámi)-Künstlerinnen und Künstler haben die Erfahrung gemacht, auf der klassischen politischen Ebene, in den Parlamenten und in der Justiz nicht weiterzukommen und wenden sich dann künstlerischen Ausdrucksformen zu.

Saskia Trebing, Redakteurin beim Monopol Magazin

Saskia Trebing, Redakteurin beim Monopol MagazinFoto: Kristin Loschert


In der aktuellen Folge von „Kunst und Leben“ spricht detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert mit Sebastian Frenzel, stellvertretemder Chefredakteur vom Monopol-Magazin, über die bevorstehende 59. Internationalen Ausstellung der Venedig-Biennale. Und seine Kollegin Saskia Trebing berichtet von ihrer Recherchereise nach Norwegen, Schweden und Finnland, wo sie die drei Sámi-Künstlerinnen und Künstler Pauliina Feodoroff, Máret Ánne Sara und Anders Sunna getroffen hat. Die 59. Internationale Ausstellung der Venedig-Biennale unter dem Titel „The Milk of Dreams“ findet vom 23. April bis zum 27. November 2022 statt. 

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