N99 | Jana Hensel über Wutbürger, Angela Merkel und Literatur

"Literatur verdichtet sich nochmal anders als Journalismus"

11.10.2017

Die Vergangenheit wiegt schwer. So schwer, dass auch die Liebe sie nicht immer überwinden kann. In ihrem Roman-Debüt "Keinland" erzählt Jana Hensel die Geschichte der Begegnungen Zweier die doch nicht zusammenfinden.

Jana Hensel - Keinland

Keinland

Jana Hensel

(Wallstein Verlag, bereits erschienen)

Jana Hensel: Journalismus vs. Literatur

Die Journalistin Jana Hensel ist in Leipzig aufgewachsen. Dort hat sie später auch Romanistik und Neuere Deutsche Literatur studiert. Nach ihrem Studium schrieb sie unter anderem für die Zeit und die Welt. Mittlerweile haben es ihr aber vor allem Bücher angetan. Nach mehreren Sachbüchern erscheint nun ihr erster Roman: Keinland. Die Geschichte spielt in Berlin, wo die Autorin mittlerweile auch selbst wohnt. Auf der Frankfurter Buchmesse stellt Hensel ihr neues Buch vor.

„Keinland“ – worum geht’s?

Eigentlich hatte Nadja nur ein Interview mit Martin Stern führen wollen, aber von der ersten Sekunde an ist da eine schwer erklärbare Nähe – und eine Fremdheit, die sich auch dann nicht auflöst, als die beiden sich näherkommen. Nadja sagt ja zu dieser Liebe, an die Martin nicht recht glauben kann. Martin, der als Jude in Frankfurt am Main aufgewachsen ist, Deutschland aber nach der Wiedervereinigung verlassen hat und nach Tel Aviv gezogen ist. Zu vieles liegt zwischen den beiden: biographische Erfahrungen, geographische Entfernung und eine Vergangenheit, die nicht nur mit den eigenen Lebensläufen zu tun hat. Jana Hensel lotet in kunstvollen Zeitsprüngen und Erinnerungen an Tage in Berlin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innigkeit und immer wieder scheiternde Gespräche die Grenzen zwischen zwei Liebenden aus.Wallenstein Verlag

detektor.fm-Moderator Claudius Nießen hat Jana Hensel auf der Buchmesse in Frankfurt getroffen, mit ihr über ihren Debüt-Roman gesprochen und den Brief an die Kanzlerin analysiert.

 

Redaktion: Eva-Josephine Weber


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