Nach dem verschenkten Sieg gegen Schweden – was nun, Herr Psychologe?

17.10.2012

Das hat es noch nie gegeben, und das wird es im Fußball auch nie wieder geben. Sagen zumindest Experten. Deutschland verschenkt ein 4:0.

Ein paar Spieler in Weiß, ein paar in Gelb. Wer auf dieser Zuschauertribüne saß, konnte etwas Historisches mit erleben. / Foto © Julia Hilpert, Berlin.

hat gegen Schweden bekannte Prozesse der Sportpsychologie miterlebt.Jens Kleinerthat gegen Schweden bekannte Prozesse der Sportpsychologie miterlebt.  

Das war historisch. Und das war ganz schön dämlich. Denn zum ersten Mal überhaupt hat eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Kunststück vollbracht, einen eigentlich sicheren Vier-Tore-Vorsprung noch aus der Hand zu geben.

Eine gute Stunde lang hatten die Jungs von Jogi Löw die Schweden nach allen Regeln der Kunst vorgeführt, doch dann riss der Faden. Am Ende stand es 4:4. Bundestrainer Löw und die Spieler standen in den Interviews danach wie fast alle Experten ziemlich bedröppelt da.

Wenn alle nicht mehr weiter wissen, dann ist wohl ein Sportpsychologe gefragt. Wir hatten einen am Telefon: nämlich Jens Kleinert. Er ist Professor für Sport- und Gesundheitspsychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Wie man einen solchen Schlag ins Genick in positive Energie verwandeln kann, darüber sprechen wir im Interview.

Verschenkter Sieg gegen Schweden - der Sportpsychologe sagt was man daraus mitnehmen kann