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Depressionen, Stress, Ängste – Stadtleben verändert Hirnstrukturen

Schizophrenie, Depression und Angstzustände sind typische Städter-Krankheiten. Warum das so ist, haben jetzt Forscher aus Mannheim und Montreal in einer Studie veröffentlicht. Warum das Stadtleben unser Gehirn verändert.

Florian Lederbogen - ist Facharzt für Medizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

ist Facharzt für Medizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.
Florian Lederbogen

Wir alle kennen Stadtneurotiker, die Nägelkauer unter ihnen gehören noch zur harmlosesten Sorte. Was die Größe einer Stadt mit der Stressbewältigung zu tun hat, haben jetzt Forscher aus Deutschland und Kanada herausgefunden. Sie konnten belegen, dass die Größe unseres Wohnortes beeinflusst, wie unser Gehirn auf Stress reagiert. Vor allem die zwei Hirnregionen, die Stress und Emotionen verarbeiten, funktionieren bei Großstädtern anders als bei Dorfbewohnern. Auch die Umgebung, in der wir unsere Kindheit verbringen, prägt unser Gehirn maßgeblich.

„Menschen, die in der Stadt aufgewachsen sind, sind prädestiniert für Schizophrenie und Depression“

sagt Florian Lederbogen, einer der Autoren der Studie. Von ihm wollen wir wissen, was wir unserem Gehirn als Städter täglich antun und ob das Stadtleben nicht auch positive Wirkungen haben kann.

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