Nie gehört – vernachlässigte Themen | Voluntourismus: Das Geschäft mit der guten Tat im Ausland

09.09.2013

Erst einen Brunnen in einem afrikanischen Slum bauen, dann zurück ins Luxushotel: Freiwilligentourismus liegt im Trend. Was lobenswert klingt, führt zu vielen Problemen.

Voluntouristen helfen beispielsweise beim Bau von Brunnen in Afrika. Foto: whiteafrican / flickr.com

möchte über die Schattenseiten des Voluntourismus aufklären. Foto: Susanne Pech.Sonya Winterbergmöchte über die Schattenseiten des Voluntourismus aufklären. Foto: Susanne Pech. 

Immer mehr Touristen bezahlen dafür, während ihres Urlaubs Freiwilligendienste in Entwicklungsländern zu leisten. Sie bauen Brunnen, geben Englischunterricht oder betreuen Kinder in Waisenhäusern. Gebucht wird ganz einfach im Reisebüro.

Urlaub für das gute Gewissen

„Freiwilligentourismus“ oder „Voluntourismus“ nennt sich dieses Phänomen. Doch der Urlaub mit der guten Tat hat nicht nur gute Seiten. Reiseveranstalter haben den Trend erkannt und handeln mit der Armut in den Entwicklungsländern. So kann jeder Tourist den Freiwilligendienst antreten und wird vor dem Aufenthalt gar nicht oder nur schlecht vorbereitet.

Die Publizistin Sonya Winterberg hat sich dem Thema angenommen und uns erklärt, welche Gefahren der Voluntourismus birgt.

+++ In unserer Serie „Nie gehört“ widmen wir uns den vernachlässigten Nachrichten des Jahres 2013, die von der Initiative Nachrichtenaufklärung gekürt werden. +++