Olympia 2012 – Sind die Briten gute Gastgeber?

10.08.2012

Die Briten sind für nach der Eröffnungsfeier dafür gelobt worden, dass sie sich selbst auf die Schippe nehmen. Jetzt, kurz vor Ende Spiele, scheint für manche Beobachter vor allem Großbritannien im Mittelpunkt gestanden zu haben. Feiern die Briten nicht die Welt, sondern sich selbst?

In London herrscht gute Stimmung - vor allem, wenn britische Sportler gewinnen. © Alexandra H./pixelio.de

ist London-Korrespondent der Wochenzeitung >Die ZeitJürgen Krönigist London-Korrespondent der Wochenzeitung >Die Zeit<. 

Die Briten genießen ihren erstaunlichen Medaillenerfolg in vollen Zügen. Stehen sie doch als Gastgeberland auf dem dritten Platz im Medaillen-Spiegel. Der Erfolg der eigenen Sportler führt nicht nur zu einer umfassenden Berichterstattung in den britischen Medien. Auch die vielleicht berühmteste Glocke der Welt, „Big Ben“, wird bei jeder gewonnen Goldmedaille geläutet.

Wenn die Veranstalter aber bei Siegerehrungen von britischen Sportlern andere Songs spielen als bei allen anderen Sportlern, dann fragen sich einige Beobachter, ob das sein muss.

Schlägt also der britische Patriotismus den olympischen Gedanken?

Darüber haben wir mit dem Zeit-Korrespondenten Jürgen König gesprochen, der den Geist von Olympia gerade selbst in London miterlebt.