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Olympische Spiele: Nur Sportereignis oder auch politisches Podium?

Die Olympischen Spiele sollen an friedliche Zeiten erinnern, an gemeinsame Wettkämpfe in einem kriegsfreien Raum. Doch die olympischen Spiele werden immer mehr zum politischen Instrument. Steckt das IOC in der Krise?

Diskrimierung, Druck auf eigene Bürger, Missachtung der Menschenrechte – 2008 ist Olympia-Gastgeberland China dafür krisitiert worden. 2013 steckt nun Gastgeber Russland internationale Kritik für seinen Umgang mit Menschenrechten ein. Im Februar starten die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Südwesten Russlands. Doch über dem sportlichen Großereignis liegt längst ein Schatten.

Friedliche Sportspiele oder Podium für Politk?

wünscht sich vom IOC Reformen. © Nele Heitmeyer
Oliver Fritsch

Mittlerweile ziehen europäische Politiker Konsequenzen. Bundespräsident Joachim Gauck und EU-Kommissarin Viviane Reding weigern sich, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu besuchen.

Steckt die olympische Idee in der Krise? Scheint doch auch die Ausrichtung der Spiele für Staaten wie Deutschland immer unattraktiver, wie die Volksabstimmung in Bayern im November gezeigt hat. Auch ein Blick auf die Zahlen bestätigt das: für die Winterspiele 2002 haben sich noch neun Länder beworben, für die Spiele 2022 nur noch drei. Haben deshalb autoritäre Staaten wie Russland leichtes Spiel beim Wettrennen um den Austragungsort.

Wieso sträuben sich immer mehr Länder, Geld für die Spiele auszugeben? Verlieren die Menschen die Lust an diesen gigantischen Sportereignissen? Über dieses Thema haben wir mit Oliver Fritsch vom Sportressort der Zeit Online-Redaktion gesprochen.

Der Sport kann die Welt nicht ändern, aber vielleicht doch ein Stückchen. – Oliver Fritsch