Proteststudie – Wer protestiert eigentlich in Deutschland?

31.01.2013

In den vergangenen Jahren haben die Deutschen die Lust zum Protestieren wiedergefunden – und geboren war der "Wutbürger". Eine Studie hat sich nun damit befasst, welcher Typ Bürger überhaupt protestiert.

Sieht so der normale deutsche Protestierende aus? Eine Studie hat genau das jetzt untersucht. Foto:© Sascha Schuermann/dapd

Stuttgart 21, die Finanzkrise oder die Atomkraft – die Menschen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren wieder verstärkt auf die Straße gegangen. Der Protest scheint wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein.

Geburtstunde des „Wutbürgers“

ist einer der Autoren der Studie.Felix Butzlaffist einer der Autoren der Studie. 

Dabei ist auch der Begriff des „Wutbürgers“ entstanden, der 2010 nicht nur zum „Wort des Jahres“ gekürt worden ist, sondern gleich die neue Form des bürgerlichen Widerstandes umschreiben sollte.

Die Studie „Bürgerproteste in der Bundesrepublik“ des Göttinger Instituts für Demokratieforschung hat sich nun mit der Protestbewegung hierzulande beschäftigt.

Vor allem Ingenieure protestieren

Dabei kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Protestierenden meist männlich, gut gebildet, kinderlos und vor allem in technisch geprägten Berufen tätig sind.

Wer in Deutschland eigentlich protestiert, und wie, darüber haben wir mit Felix Butzlaff gesprochen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung.