Rassismus bei der EM? – eine Randerscheinung in den Medien

25.06.2012

Zur Fußball-EM ist die deutsche Nationalmannschaft das bestimmende Thema. Doch die Probleme mit Rassismus in den Austragungsländern Polen und Ukraine werden deshalb kaum noch beachtet. Fehlt auch hierzulande eine sachliche Analyse der Begeisterung.

Patriotismus ist aktuell sehr angesagt. Aber übersehen wir bei all dem Jubel über die deutsche Mannschaft vielleicht schwerwiegende Probleme in Polen und der Ukraine? Foto: © Tim Schulz/dapd.

Autor des Buches »Angriff von Rechtsaußen - Wie Neonazis den Fußball missbrauchen«.Ronny BlaschkeAutor des Buches »Angriff von Rechtsaußen - Wie Neonazis den Fußball missbrauchen«. 

Die EM hat Deutschland fest im Griff: Deutschland-Fahnen an Autos, EM-Popsongs und Public Viewing. In diesem EM-Taumel geht meist unter, dass es in den Austragungsländern Polen und Ukraine noch immer massive gesellschaftliche Probleme, beispielsweise mit Rassismus gibt. Fußball ist ein Thema, dass sich von Rechtsextremen leicht besetzen lässt – so auch bei der EM in der Ukraine und in Polen.

Warum Fremdenhass und Extremismus derzeit nur eine Randnotiz in überregionalen Tageszeitungen und öffentlich-rechtlichen Programmen sind, haben wir mit Ronny Blaschke besprochen. Er ist freier Journalist bei der EM und Autor des Buches „Angriff von Rechtsaußen: Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“.

Migranten und Studenten aus anderen Ländern werden in der Ukraine diskriminiert. – Ronny Blaschke