Self-Tracking oder die Vermessung des Selbst

06.01.2014

Während die einen Angst vor staatlicher Überwachung haben, werten sich Self-Tracker gleich selbst aus. Mithilfe von Smartphone-Apps wollen sie das eigene Leben optimieren.

Selftracking-Apps zeichnen zum Beispiel Standortdaten auf und erstellen Bewegungsprofile. Foto: Phil Gradwell / flickr.com




Stefan Selke forscht unter anderem zu Lifeloggern und Self-Trackern.Prof. Dr. Stefan SelkeStefan Selke forscht unter anderem zu Lifeloggern und Self-Trackern. 

Gute Vorsätze gehören zum neuen Jahr wie das Feuerwerk zu Silvester. Während bei den meisten nach zwei bis drei mal Joggen wieder Ruhe einkehrt, verfolgen sogenannte Self-Tracker ihre Ziele methodischer und mit Hilfe von digitaler Technik.

Denn Self-Tracker zeichnen ihr Verhalten im Alltag auf. Sie lassen zum Beispiel durch Apps ihren Schlafrhythmus überwachen oder ihre Zeit am PC aufzeichnen. Entwickler und Anwender solcher Technologien haben sich in der „Quantified Self“-Bewegung zusammengeschlossen.

Besseres Leben durch Self-Tracking?

Die Mitglieder der „Quantified Self“-Bewegung sind fest davon überzeugt, dass Selftracking-Apps unser Leben verbessern. Aber was zeichnet diese Vorstellungen von einem guten Leben aus? Prof. Dr. Stefan Selke ist Soziologe für gesellschaftlichen Wandel und Mitentwickler einer Life-Logging-App. Mit Ihm haben wir über die „Vermessung des Selbst“ gesprochen.

Es geht darum aus der quantitativen Vielfalt, der Masse der Daten, Geheimnisse herauszulesen. – Stefan Selke