Serie «Gute Nachrichten» | Kann lösungsorientierter Journalismus Frieden stiften?

28.08.2013

Es ist wichtig, dass Journalisten auf Probleme hinweisen und Missstände aufdecken. Das ist ihre Aufgabe. Aber ist es nicht auch wichtig, auf neue Ideen und Sichtweisen aufmerksam zu machen - um so vielleicht Konflikte lösen zu können?

In der Serie „Gute Nachrichten“ sprechen wir diese Woche über den sog. „lösungsorientierten Journalismus“. Lösungsorientierter Journalismus bedeutet – im Gegensatz zu problemorientiertem Journalismus – Lösungen zu Krisen und Konflikten anzubieten und alternative Wege aufzuzeigen, um unsere Zukunft positiv zu verändern.

Friedensjournalismus

hat das Projekt «Peace Counts» initiiert.Michael Gleichhat das Projekt «Peace Counts» initiiert. 

Wir haben bereits mit dem Ökonomen Alexander Dill gesprochen: Er hat untersucht, wie Deutschland seine Schulden tilgen kann – ein lösungsorientierter Ansatz aus wirtschaftlicher Sicht.

Ob diese Art von Journalismus auch friedensstiftend sein kann, weiß Michael Gleich. Er ist Journalist und hat das Projekt Peace Counts ins Leben gerufen. Für dieses Projekt sind Journalisten und Fotografen in über dreißig Konfliktregionen gereist und haben die Arbeit von Friedensmachern dokumentiert, die Konflikte auf friedliche Weise und nachweisbar mit Erfolg lösen.

Lösungsorientierter Journalismus ist meiner Einschätzung nach automatisch Qualitätsjournalismus, und der hat es im Moment schwer. – Michael Gleich