Serien | Twitter, Blogs, Bücher – Seriencharaktere werden Wirklickeit

10.02.2014

Serien werden interaktiver - Blogs und Twitter machen es möglich. Denn immer mehr Seriencharaktere twittern und lassen so die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwinden.

“Bros before ho’s” - Barney Stinsons Buch steht mittlerweile in vielen realen Bücherregalen. Foto: Benjamin Linh VU | flickr.com | Lizenz: CC BY-SA 2.0

How I Met Your Mother“ ist auch mit der neunten Staffel noch erfolgreich: Ted, Marshall, Lilly, Robin und Barney – fünf Charaktere, alle mit unglaublich hohem Identifikationspotential. Wer war nicht schon einmal von seinem Job genervt, wie es Robin jahrelang gewesen ist? Wer hat sich nicht schon einmal so ins Zeug schmeißen wie Ted, um eine Frau zu beeindrucken? Macht es einen nicht neugierig, ob „Have you met Ted“ auch im realen Leben funktioniert?

Fühlt man sich den Charakteren nahe, bleibt man an der Serie dran

Doch das ist nicht der einzige Grund, wieso man sich die Serie so gerne anschaut. Sie bietet nämlich viel mehr, als einfach nur vor dem Fernseher zu sitzen und Barney Stinson dabei zu beobachten, wie er die 200. Frau abschleppt. Nein, man kann das ganze sogar nachlesen: was hat er sich dabei gedacht, wie hat er es gemacht? Der „Bro Code“, das „Playbook“, Barneys Blog, all das ist für den Zuschauer zugänglich: wer will ist mittendrin statt nur dabei.

Das kommt an, mittlerweile haben das auch andere Serienproduzenten übernommen: Immer mehr fiktive Charaktere hauen in die Tasten, bevorzugt über den Kurznachrichten-Dienst Twitter, wie hier Frank Underwood aus der gefeierten Serie „House of Cards„:

Die Fans finden es gut, twittern zurück, teilen die Tweets der angeblichen Anwälte, Politiker oder sogar die des Plüschbären Ted. Während es vor einigen Jahren in den Staffelpausen ruhig um die jeweilige Serie werden konnte, kann man nun auf dem Laufenden bleiben.

Doch wer tummelt sich alles auf Twitter und über was schreiben die Charaktere eigentlich? Verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fiktion? Unsere Redakteurin Rabea Schloz hat es ausprobiert.