shots | Once Upon a Time in Hollywood

Hat Tarantino noch was zu melden?

Tarantinos neuster Film ist selbstgefällig, selbstgerecht und gerade deshalb sehenswert. Oder gerade deshalb nicht? Wir streiten über „Once Upon a Time in Hollywood“. Zu Gast: Etienne Gardé, Daniel Schröckert, Wolfgang M. Schmitt.

Spätrömische Dekadenz

Dass am Untergang des antiken Roms ausschließlich Saus, Braus und Prunk Schuld waren bestreiten Historiker mittlerweile. Dass sich Quentin Tarantino irgendwann im Wust seiner Zitate verlieren und unbedeutsam werden wird, ist ebenso unwahrscheinlich. Für seine posthume Popularität will er selbst sorgen. Nach 10 Filmen soll nämlich für immer Schluss sein mit Kino. Der neunte läuft gerade im Kino: „Once Upon a Time in Hollywood“ mit zwei der größten Hollywood-Stars in den Hauptrollen, Brad Pitt und Leonardo DiCaprio.

Rassismus, Sexismus, Tarantino halt?

Schon im Vorfeld wurde viel gegen diesen Film gewettert: Die Darstellung Bruce Lees sei rassistisch, Margot Robbies wenige Dialogzeilen sexistisch. Der Film geht noch einen Schritt weiter. Tarantinos Hauptcharaktere verachten die Hippiekultur und geht mit ihren Anhängerinnen nicht gerade zimperlich um.

Die Bedeutung scheint klar: Das Kino gewinnt hier die letzte große Schlacht gegen den Zeitgeist der „Political Correctness“. Ist das noch provokant? Oder abgeschmackt und selbstverliebt?

Darüber disktutieren detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler, Wolfgang M. Schmitt von der Filmanalyse sowie Etienne Gardé und Daniel Schröckert von Kino+.


shots – Der kritische Film-Podcast

Jede Woche zankt sich detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler mit Freunden und Kolleginnen über einen aktuellen Film. Dabei ist es egal, ob der im Kino, auf Netflix oder im Fernsehen anläuft. Angedickt wird das Ganze durch ein hintergründiges Interview und einen kurzen Überblick über weitere Kino- und Streaming-Starts.


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