shots | Porträt einer jungen Frau in Flammen

Der weibliche Blick

Um Blicke, Bilder und ihre Macht dreht sich Céline Sciamma neuer Film, der in Cannes für sein Drehbuch ausgezeichnet wurde. Wir fühlen ihm nach und fragen uns, ob er radikaler hätte sein müssen oder ob gerade in der Beherrschung seine Schönheit liegt. Zu Gast: Christiane Attig und Lucas Barwenczik.

Porträt einer jungen Frau in Flammen

Im Jahr 1770 kommt die Malerin Marianne auf eine einsame Insel an der Küste Frankreichs. Sie soll die mysteriöse Héloïse malen, aber nicht einfach so, nein, es soll ein Bild für ihren zukünftigen Ehegatten werden. Den möchte Héloïse allerdings nicht heiraten.

Deshalb wird Marianne zur Geheimagentin, tagsüber begleitet sie Héloïses auf lange Spaziergänge, die Nächte verbringt sie vor der Leinwand. Doch in diesen Blicken, die im vordigitalen Zeitalter das Anlitz einfangen sollen, brechen sich die Machtverhältnisse des Patriarchats Bahn – bis sich die Frauen ihrer eigenen Agency bewusst werden.

Wie funktioniert der Feminismus von „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ und arbeitet die Form ihm zu oder entgegen? Darüber diskutieren die Psychologin Christiane Attig vom Film-Podcast „Brainflicks“, Lucas Barwenczik (Kino-Zeit, Filmdienst) und detektor.fm-Redakteur Christian Eichler.


shots – Der kritische Film-Podcast

Jede Woche zankt sich detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler mit Freunden und Kolleginnen über einen aktuellen Film. Dabei ist es egal, ob der im Kino, auf Netflix oder im Fernsehen anläuft. Angedickt wird das Ganze durch ein hintergründiges Interview und einen kurzen Überblick über weitere Kino- und Streaming-Starts.


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