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Bild: The Farewell | ©DCM Filmdistribution

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Endlich normale Leute!

Millionen Menschen auf der Welt leben zwischen zwei oder mehreren Kulturen. Trotzdem wird das im Kino meist nur in furchtbar doofen Culture-Clash-Comedies dargestellt. Lulu Wang macht mit „The Farewell“ jetzt einen neuen Versuch, China und die USA auf menschlicher Ebene wieder zu verbinden. Im Gespräch: Die Journalistinnen Xifan Yang und Lin Hierse.

„The Farewell“ – Ein ganz normales Leben

Ohne einen Podcast hätte es diesen „The Farewell“ wahrscheinlich nicht gegeben. Denn Regisseurin Lulu Wang hat sehr lange niemanden gefunden, der ihn finanzieren wollte. Erst als sie ihre Geschichte im Podcast This American Life erzählt hat, kamen die Angebote.

In „The Farewell“ geht es um Billi, die in China geboren wurde und in den USA aufgewachsen ist. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Großmutter, die jedoch eines Tages an Krebs erkrankt. Als Billie mit ihrer Großmutter darüber sprechen will, erfährt sie, dass die Familie entschieden hat, es ihr nicht mitzuteilen – das sei chinesische Tradition. Um ihre Großmutter noch ein letztes Mal zu sehen, plant die Familie eine Hochzeit für Billies Cousin in Changchun und so beginnt eine Scharade, in der alle still trauern, aber eigetlich eine große Party feiern müssen.

Bemerkenswert an „The Farewell“ ist dabei, wie er diese Spannungen aushält, ohne einfache Antworten zu geben. Eine Erfahrung, die viele Menschen machen müssen, die sich zwischen verschiedenen Kulturen und Gesellschaften bewegen.

Über den Film sprechen die Journalistinnen Xifan Yang (China-Korrespondentin der ZEIT, Autorin) und Lin Hierse (taz-Redakteurin, Podcast Weißabgleich) mit detektor.fm-Redakteur Christian Eichler.