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Willem Dafoe und Robert Pattinson in The Lighthouse. Foto: The Lighthouse | Universal Pictures
Bild: The Lighthouse | Universal Pictures

shots | The Lighthouse

Nur ein Angeber-Film?

Im Drehbuch heißen sie nur „JUNG“ und „ALT“: Robert Pattinson und Willem Dafoe müssen in „Der Leuchtturm“ zusammen auf einer kargen Insel leben, bis sie schließlich der Wahnsinn heimsucht. Leider will Regisseur Robert Eggers ein bisschen zu viel. Oder?

Schon mit seinem Horror-Film „The Witch“ hat Robert Eggers bewiesen, dass er sich für historische Orte, Soziolekte und den Horror, der sich aus dem Miteinander speist, interessiert. Ging es damals noch um eine Waldhexe in Neuengland, bemüht er in „The Lighthouse“ bzw. „Der Leuchtturm“ Fabeln von Meerjungfrauen und Kraken. Zwei Leuchtturmwärter, einer jung und auf der Flucht (Robert Pattinson), einer alt und verkrustet (Willem Dafoe) sind gezwungen sich zu ertragen. Weit draußen auf dem Meer, wo die Gischt um ihre Hütte weht und der nasse Wind durch die Balken zieht.

Eggers ist hier nicht nur an einer historischen Darstellung des Ganzen im Format 1.19:1 und Schwarz-Weiß interessiert. Nein, er will Machtstrukturen und toxische Männlichkeiten offenlegen. Und dann soll es auch noch um Carl Gustav Jung, H. P. Lovecraft, Proteus, Prometheus, Sublimierung, Sexualität und gespaltene Persönlichkeiten gehen. Ob das wirklich klappt, besprechen die Filmkritiker Tino Hahn und Lucas Barwenczik mit Christian Eichler von detektor.fm.


shots – Der kritische Film-Podcast

Jede Woche zankt sich detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler mit Freunden und Kolleginnen über einen aktuellen Film. Dabei ist es egal, ob der im Kino, auf Netflix oder im Fernsehen anläuft. Angedickt wird das Ganze durch ein hintergründiges Interview und einen kurzen Überblick über weitere Kino- und Streaming-Starts.


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